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18 Platten, häufiger Regen und beste Laune - Fahrradtour der Kirchengemeinde Datterode-Röhrda

Di 22.07.2008 09:36
Nordwestjütland war das Ziel der 13. Fahrradtour der Kirchengemeinde. Mit 11 Jugendlichen fuhren wir am 04. Juli mit der Bahn nach Struer, wo wir am späten Nachmittag ankamen. Das Versorgungsfahrzeug mit den Fahrrädern und dem Gepäck wartete schon auf dem ersten Campingplatz (Bremdal). Nach dem Entladen wurden die Zelte aufgebaut, der Küchendienst kochte Klöße mit Gulasch. Alle mussten sich noch an den Ablauf gewöhnen. Bei der Abendrunde um 22 Uhr wurden die Aufgaben für den nächsten Tag verteilt.
Der 05 Juli erwartete uns mit strahlendem Sonnenschein. Nachdem alles eingepackt war, überzeugte sich der "Sicherheitsbeauftragte", dass alle mit Sonnenschutz eingecremt waren und ihre Helme bereit hielten; der "Pfadfinder" erläuterte die Tagesroute. Dann wurden die 70 Kilometer in in zwei Gruppen in Angriff genommen. Dänemark ist schön eben - wer das glaubte, wurde eines besseren belehrt. Schon in den ersten beiden Tagen hatten wir zusammen knapp 1000 Höhenmeter zu überwinden. Und so hatte der Jugendarbeiter Hendrik Lohse mit dem Versorgungsfahrzeug für das Mittagessen einen schönen schattigen Platz am Ende einer längeren Steigung ausgesucht.
Nach der Ankunft in Thisted gab es zunächst Kaffee und Kuchen, ehe alles wieder aufgebaut werden musste. Der Küchendienst hat wieder ein leckeres Abendessen gezaubert: Wie jeden Abend gab es eine große Schüssel frischen Salat, dann Leberkäse mit Bratkartoffeln und einen süßen Nachtisch. Nachdem alles wieder gespült war, konnte der nahe gelegene Limfjord erkundet werden.
Am dritten Tag wurde es noch heißer. Die Mittagspause hielten wir unter alten Bäumen neben einer Kirche in einem kleinen Dorf. Ziel der Tour war heute der Ort Hanstholm an der Nordseeküste, ein kleiner Hafenort. Sowohl das Meer als auch das auf dem Campingplatz befindliche schöne Freibad zog die Jugendlichen an. Auch den vierten Tag haben wir hier verbracht. Große Unternehmungen waren nicht möglich, denn an diesem Tage gab es (teils heftige) Schauer und es wurde auch kühler.
Von Hanstholm ging es am 5. Tag nach Fjerretslev-Svinkloev. An diesem Tag hatten wir einiges Pech: Zum einen häuften sich jetzt die Platten, zum anderen hat es zwischenzeitlich fürchterlich geregnet. Aber die Jugendlichen ließen sich die Laune nicht verderben und sangen im stärksten Regen: "So ein Tag, so wunderschön wie heute". Auf dem Campingplatz gab es eine Unterstellmöglichkeit, in der wir Kaffee gekocht und Kuchen gegessen haben, bis es aufhörte zu regnen. Dann wurden alle Zelte aufgebaut und der Tageslauf nahm seine gewohnten Bahnen.
Weiter ging's am 6. Tag nach Loekken. Nach der Mittagspause in Blokhus führe die Fahrradroute auf dem Strand entlang. Eine kurze Pause nach ungefähr 2 Kilometern nutzten die Jugendlichen zu einem ausführlichen Bad in der Nordsee. Klar, dass die folgenden 10 Kilometer Strandfahrt mit nassen Hosen für einige recht beschwerlich waren. Der zweite Tag in Loekken war ein Ruhetag. Vormittags stand ein Besuch in dem schönen kleinen Ort mit seiner Bolcheriet auf dem Programm, wo man miterleben konnte, wie Bonbons mit den verschiedensten Mustern in Handarbeit hergestellt werden. Nachmittags machte sich eine Gruppe auf den Weg zur Rubjerg Knude, der größten Wanderdüne Europas. Mitten darin befindet sich ein mittlerweile stillgelegter Leuchtturm (Rubjerg Knude Fyr).
Am 8. Tag ging die Fahrt dann nach Aalborg, dem Ziel unserer Tour. Er begann schon mit einem platten Reifen und endete ebenso. Zwischendurch stand häufig das Flicken auf dem Programm. Zunächst war das Wetter noch passabel war. Direkt nach dem Mittagessen (wir hatten fast alles wieder im Transporter verstaut), goss es auf einmal heftig, so dass alle binnen kurzer Zeit völlig durchnässt waren. Aber die Fahrt musste fortgesetzt werden. Nach 280 Kilometern Gesamtstrecke (ohne Ausflüge) erreichten wir Aalborg. Dort konnten wir gerade noch das Gemeinschaftszelt aufbauen, ehe wiederum ein heftiger Regen niederging. Danach lockten Strand und Schwimmbad (mit 10-m-Turm) die Jugendlichen. Am letzten Tag mussten dann die Räder und alles Gepäck wieder im Transportfahrzeug untergebracht werden, ehe wir dann per Bahn wieder nach Reichensachsen fuhren, wo uns einige Eltern abholten.
Wieder war es eine schöne Reise gemeinsam mit den Jugendlichen. Wir haben wir erlebt, die Gemeinschaft untereinander genossen und sind dankbar, dass wir alle wohlbehalten zurückgekehrt sind.
Die Kirchengemeinde dankt allen BetreuerInnen, die durch ihre Zeit, Kraft und finanzielle Unterstützung diese Fahrt ermöglicht haben. Wir danken ebenfalls den Firmen Füllgraf-Möbel aus Datterode, die uns ihren VW-Transporter kostenlos zur Verfügung gestellt hat und der Firma Wilhelm-Bachmann OHG aus Bad Sooden-Allendorf, mit deren großem Anhänger wir alles mühelos transportieren konnten.
Fahrradtour 2008 nach Dänemark

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