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"Machwerk" oder "großer Wurf"? Diskussion über die "Bibel in gerechter Sprache" in der Volkshochschule

Fr 01.02.2008 09:11
Eine neue Bibelübersetzung sorgt zurzeit für viel Gesprächsstoff. In der Volkshochschule Eschwege diskutierten Pfarrerin Martina Gnadt (Kassel) und Pfarrer Dr. Hans Jochen Genthe (Eschwege) über die "Bibel in gerechter Sprache". Diese neue Bibelübersetzung versucht, dem befreienden Charakter der biblischen Botschaft besonders gerecht zu werden. Dies zeigt sich etwa in einer geschlechtergerechten Sprache, einer stärkeren Berücksichtigung des jüdischen Hintergrunds Jesu und der sozialen Fragen seiner Zeit. Martina Gnadt gab eine Einführung in das Übersetzungsprojekt, an dem 52 Übersetzerinnen und Übersetzer fünf Jahre lang gearbeitet haben. Dr. Hans Jochen Genthe kritisierte an der neuen Übersetzung, dass sie fremde Vorstellungen in den Bibeltext hineintrage und philologisch nicht zuverlässig sei. Etwa 60 Zuhörerinnen und Zuhörer verfolgten die spannende Diskussion und beteiligten sich mit Rückfragen und Stellungnahmen. Dekan Dr. Martin Arnold zeigte sich erfreut über das große Interesse an der Bibel. Die neue Bibelübersetzung könne durch ihren ungewohnten Klang ein neues Zuhören hervorrufen. Die maßgebliche Übersetzung für den Gottesdienst sei und bleibe aber die Übersetzung Martin Luthers.
Dr. Hans Jochen Genthe, Dr. Martin Arnold und Martina GnadtPfarrerin Martina S. Gnadt leitet den Bereich Erwachsenenbildung im LandeskirchenamtDr. Hans Jochen Genthe und Dr. Martin Arnold

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