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Kirchenkreis Eschwege vertieft Beziehungen zu Estland

Fr 25.05.2007
Von einem sechstägigen Besuch in Estland kehrte eine 32-köpfige Reisegruppe aus dem Kirchenkreis Eschwege zurück. Im Mittelpunkt standen Begegnungen mit evangelischen Kirchengemeinden in der Propstei Valga im Süden Estlands. "Wir haben eine großartige Gastfreundschaft erlebt und sind sehr beeindruckt von dem Land, seiner Geschichte und seinen Menschen", sagte Pfarrer Stephan Bretschneider (Eschwege) nach der Rückkehr. Einer der Höhepunkte war die Übergabe einer Taufschale und einer Taufkanne aus der Kirchengemeinde Eltmannshausen an die Kirchengemeinde Karula. Kirchenvorsteher Georg Rost aus Eltmannshausen überreichte das Geschenk in einem Gottesdienst. "Wir haben bisher eine Glasschüssel benutzt, in die ich ein Kreuz aus Papierstreifen geklebt hatte", sagte Pfarrer Enno Tanilas aus Karula. Die alte Kirche in Karula war im Krieg 1944 zerstört worden. Dabei ging auch das Kircheninventar zum großen Teil verloren. Die Taufschale wird in Eltmannshausen nicht mehr benötigt, weil dort ein neuer Taufstein errichtet wurde. Dekan Dr. Martin Arnold, der in Karula die Predigt hielt, wünschte der dortigen Gemeinde einen gesegneten Gebrauch. Zuvor waren die Eschweger Gäste in Tallinn, der Hauptstadt Estlands, auch von Erzbischof Andres Pöder empfangen worden. Im Rahmen eines Sängerfestes, an dem sieben Chöre aus der Propstei Valga teilnahmen, trug die Eschweger Gruppe ein Lied von Paul Gerhardt vor, dessen Lieder auch in Estland gern gesungen werden. Besondere Freude kam auf, als die Eschweger einige Strophen in estnischer Sprache sangen. Die Beziehungen nach Estland bestehen seit dem Jahr 2004. Sie sollen weiter vertieft werden.
Kirchenvorsteher Georg Rost überreicht die Taufschale und die Taufkanne an Pfarrer Enno TanilasGruppenbild mit Erzbischof Andres Pöder und Propst Vallo Ehasalu

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