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Fachstelle für Suchthilfe und Prävention feiert Jubiläum

Fr 22.12.2006
Die Fachstelle für Suchthilfe, damals " Beratungsstelle für Suchtkrankenhilfe" wurde im August 1976 von den Kirchenkreisen Eschwege und Witzenhausen eingerichtet. Karl-Heinz Jeschonnek war für die Suchtberatung im gesamten Kreisgebiet zuständig, vermittelte in stationäre Behandlungen und gründete Selbsthilfegruppen. Im Zuge der zunehmenden Problematik der illegalen Drogen wurde 1981 eine weitere Mitarbeiterin für diesen Bereich eingestellt. Durch den Bekanntheitsgrad des Angebots stiegen die Anfragen von Betroffenen, Bezugspersonen und kooperierenden Einrichtungen. Mit Gründung des Diakonischen Werkes Eschwege/Witzenhausen 1992 wurde die Suchthilfe ein Fachbereich diakonischer Arbeit. 1997 wechselte auch die Fachstelle für Suchtprävention des Werra-Meißner-Kreises in die Trägerschaft des Diakonischen Werkes.

Heute sind drei MitarbeiterInnen und eine Verwaltungskraft in der Fachstelle für Suchthilfe tätig. Das Angebot umfasst neben der klassischen Suchtberatung auch Angehörigen- und Jugendberatung, Hilfe bei Führerscheinfragen, Vermittlung in stationäre und ambulante Behandlungsangebote sowie die ambulante Therapie von suchtmittelabhängigen Personen.



Mit der Verabschiedung des Nationalen Rauschgiftbekämpfungsplanes, der der Prävention einen hohen Stellenwert einräumte, wurde 1990 das Modellprogramm "Mobile Drogenprävention" in den alten Bundesländern begonnen. 37 Präventionsfachkräfte waren bundesweit, eine davon schon von Anbeginn im Werra-Meißner-Kreis tätig. Von Anfang an war die Präventionsarbeit nicht suchtmittelspezifisch, sondern ganzheitlich ausgerichtet, ursachenorientiert, adressatenbezogen und langfristig angelegt.

Im Werra-Meißner-Kreis war die Fachkraft in Trägerschaft des Kasseler Dogenvereins Nordhessen e.V. Anfangs versah er seine Arbeit von Kassel aus. Nach Abschluss des Modellprojektes wurde 1994 ein Büro im Jugendkulturzentrum "Alter Bahnhof" in Eschwege eingerichtet und die Arbeit aus Landes- und Kreismitteln finanziert. Im Jahre 1997 wechselte die Präventionsarbeit in die Trägerschaft des Diakonischen Werkes und damit auch unter das Dach und in die Räume der heutigen Fachstelle für Suchthilfe.
Das Team der Fachstelle mit einigen FestgästenViele Gäste waren der Einladung zum Jubiläum gefolgtAm Rande gab es interessante GesprächeMit einem Theaterstück wurde drastisch auf die Verführung zum Alkoholmissbrauch aufmerksam gemacht

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