Aktuelles Gesamtübersicht

Neuigkeiten von Kevin Kundargi aus der Krebsklinik in Bangalore vgl. 9.7.06

Fr 14.07.2006
Die Chemotherapie hat begonnen, als klar war, dass Freunde und Förderer in Europa den an Leukämie erkrankten 15jährigen Sohn von Anand und Harriet Kundargi nicht seinem Schicksal überlassen würden. Die ersten Tage waren bestimmt von heftigsten Nebenwirkungen wie Haarausfall und Erbrechen. Künstliche Ernährung war erforderlich, aber dann stabilisierte sich Kevins Zustand zunehmend: Mittlerweile hat er auch wieder längere Wachphasen und schläft nicht mehr nur fast rund um die Uhr, sondern macht auch schon mal wieder Witze. Nichtsdestotrotz bleibt, er fernab von seinem Heimatort Siruguppa in der 5-Millionen-Metropole Bangalore in der Klinik, bis auf Weiteres ans Bett gefesselt.
Dass wir ihn nicht einfach so sterben lassen würden ohne dafür zu sorgen, dass er wenigstens die Chance auf eine Chemo hat, war nie eine Frage. Aber dass das Zusammenkommen der vom Krankenhaus geforderten 3.500 € in so kurzer Zeit in so greifbare Nähe rücken würde, übertrifft alle Erwartungen. Viele, die Harriet Kundargi in den vergangenen Wochen während ihres Besuches in Deutschland und Frankreich haben tanzen sehen, schlossen diese anmutige Tänzerin mit ihrem fröhlichen Lachen, ihrem offenen Wesen und ihrem Mut, sich für Devadasis in ihrer indsche Heimat stark zu machen, in ihr Herz. Von überall her gingen Spenden ein, als die erschreckende Nachricht von der Erkrankung ihres Sohnes die Runde machte.
Aus Siruguppa wurde bekannt, dass selbst die ehemaligen Tempelprostituierten, um die sich Frau Kundargis Team im HOSA BALU PROJEKT kümmert, für Kevin gesammelt haben. Was diese Frauen von ihrem Tagelohn abgegeben haben, zählt wie das Scherflein der Witwe.
Aus Waldkappel ist zu berichten, dass SchülerInnen und LehrerInnen der in ihrer Existenz bedrohten Karlheinz-Böhm-Schule, 400,- € gesammelt haben. Niemand weiß wirklich, wie es in Waldkappel nach den Sommerferien weitergehen soll, wenn der von oben verordnete Schrumpfungsprozess Gestalt gewinnen wird, aber Frau Kundargi ist in Waldkappel nicht vergessen: Am 30. Mai hat sie hier getanzt und einen Tanzworkshop durchgeführt, und weil das HOSA BALU PROJEKT finanziell auf sicheren Füßen steht, wurde die Kollekte an diesem deutsch-indischen Tanzabend für die Waldkappeler Partnerschule in Babile/Äthiopien bestimmt. Niemand ahnte damals, dass Kevin Kundargis Leben nur wenige Tage später bereits an einem seidenen Faden hängen würde.
Mit dieser Spende aus der Waldkappeler Schule vom 14. Juli wurde nach nur 14 Tagen bereist die Marke von 2.000,- € überschritten!
Jetzt dürfte es nur noch eine Frage von Tagen sein, bis auch der restliche Fehlbetrag finanziert ist.
Wenn auch Sie dazu beitragen möchten, dass die restlichen Behandlungskosten für Kevin Kundargi zusammen kommen, dann können Sie auf das Konto des Kirchenkreisamts Eschwege überweisen: Konto-Nr. 1 200 100 bei der EKK Kassel BLZ 520 604 10 Stichwort: "Kevin Kundargi".

N.B.: Sie werden vom Kirchenkreisamt zwar eine Quittung bekommen, doch wird diese Spendenbescheinigung voraussichtlich nicht steuerabzugsfähig sein. Aber spielt das eine Rolle?

Weitere Informationen und einen Newsletter erhalten Sie, wenn Sie Pfarrer Rolf Hocke eine E-Mail schicken. Stichwort "Kevin Kundargi" genügt.
Kevin KundargiKevin und seine beiden SchwesternFamilien-Picknick an Kevins 15. Geburtstag im Januar 2006Harriet Prema Kundargi vor der Karlheinz-Böhm-Schule in WaldkappelLetzte Absprachen vor dem gemeinsamen Stöckchentanz
Es war einmal vor gar nicht so langer Zeit, da gab es hier FörderstufenschülerInnenGruppenbild mit Frau Linke im SariHarriet Kundargi im Gespräch mit Bischof Dr. Martin Hein auf dem Hessentag

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