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Kreissynode des Partnerkirchenkreises Mühlhausen diskutiert über "Mittlere Ebene"

So 16.04.2006
Um die Ergebnisse der Arbeitsgruppe 6 "Mittlere Ebene" in der Föderation der EKM ging es auf der Frühjahrssynode des Kirchenkreises Mühlhausen. Nach Ansicht von Superintendent Andreas Piontek gebe es im Moment in beiden Kirchen keinen Reformstau, sondern eher einen Informations- und Diskussionsstau. Wenn jetzt aber nicht auf allen Ebenen über dringende Veränderungen nachgedacht werde, würde die Reformbereitschaft tatsächlich gebremst. "Noch haben wir Zeit - lasst uns sie nutzen", so der dringende Appell des Superintendenten zu den Fragen, die die Vereinigung von Kirchenprovinz Sachsen und Ev.-Luth.-Landeskirche in Thüringen mit sich bringt. Deshalb hatte man neben den Synodalen auch zahlreiche weitere kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Synode eingeladen. Pröpstin Elfriede Begrich (Erfurt) warb engagiert für das Miteinander von mutigen Vordenkern, die die Architektur des neuen Kirchenhauses entworfen haben, und be-sonnenen Nachdenkern, die es nun einzurichten hätten. "Nur gemeinsam wird das neue Haus wohnlich", so Pröpstin Begrich.

Dass ein Umbau unabdingbar geworden sei, erläuterten die beiden Vertreter der AG 6, Kir-chenrätin Dr. Andrea Kositzky aus Magdeburg (KPS) und Herr Bernd Hänel, Leiter des Kreiskirchenamtes Gotha (Ev.-Luth. Landeskirche in Thüringen) in der ausführlichen Präsentation der Arbeitsgruppen-Ergebnisse. Angesichts des gravierenden Rückgangs von einem Drittel der Kirchenmitglieder und nahezu einer Halbierung der Kirchensteuern bis zum Jahr 2020 sei man gut beraten, sich möglichst früh auf diese Veränderungen einzustellen. Bereits jetzt wisse man, dass ab 2009 die Einnahmen die Ausgaben nicht mehr decken werden. Reduzierte Verwaltungsstrukturen und eine bewusstere Betonung der Gemeinden solle des-halb das kirchliche Leben an der Basis stärken. Zwei in sich funktionierende Organisationen mit einem unterschiedlichen Dienstleistungsverständnis zu einer neuen Organisation zu ver-einigen bleibe dabei die zentrale Herausforderung. So sollen statt der bisher 20 Verwal-tungseinheiten (17 Kirchliche Verwaltungsämter KVA, 3 Kreiskirchenämter KKA) künftig nur noch acht Verwaltungszentren diese Aufgaben wahrnehmen. Mühlhausen soll als Standort für die Region Nordthüringen erhalten bleiben und ausgebaut werden.

Die Mühlhäuser Synodalen werden in den kommenden Wochen die Vorschläge der Arbeitsgruppe ausführlich diskutieren, Stellungnahmen zu den drei Themenfeldern "Leitung, Verwaltung und Finanzierung der Mittleren Ebene" für ihren Kirchenkreis erarbeiten und auf ei-ner Sondersynode am 8. Juli beraten. In seinem Grußwort für den Partnerschafts-Kirchenkreis Eschwege überraschte Dekan Dr. Martin Arnold mit der Information, dass der Bischof der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, der Landessynode von Kurhessen-Waldeck die Aufnahme von Föderationsgesprächen mit der benachbarten Kirche in Hessen-Nassau vorschlagen werde. "Wir schauen jetzt sehr genau auf unsere Nachbarn im Osten", so Dekan Dr. Arnold.
Die Synode bei ihrer Tagung

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