Aktuelles Gesamtübersicht

Neujahrsempfang des Evangelischen Kirchenkreises

Fr 20.01.2006
Barbara Rinke, Vorsitzende der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland und Oberbürgermeisterin der Stadt Nordhausen, war Gastrednerin beim Neujahrsempfang des Kirchenkreises Eschwege in der Marktkirche. Etwa 150 Gäste aus Kirche, Politik und öffentlichem Leben waren der Einladung des Kirchenkreisvorstandes gefolgt, darunter auch Landtagsvizepräsident Lothar Quanz, Landrat Dieter Brosey und der Eschweger Bürgermeister Jürgen Zick. Einen musikalischen Akzent setzte der Familienchor der Kantorei Eschwege unter Leitung von Kirchenmusikdirektorin Susanne Voß.
Im Mittelpunkt der Rede von Barbara Rinke stand der demografische Wandel, der eine Schlüsselfrage für die gesellschaftliche Entwicklung sei. Sie forderte dazu auf, den Kinderwunsch junger Menschen zu unterstützen und die ältere Generation nicht als unbrauchbar auszugrenzen. Die Vereinbarkeit von Kinderwunsch und Berufstätigkeit dürfe nicht nur das Privatproblem der betroffenen Familien sein. Gebraucht werde eine neue "Kultur der Fürsorglichkeit". Wo das Miteinander der Generationen gelinge, werde der Gesellschaft Zukunft eröffnet. Sie forderte dazu auf, auch die herkömmliche Gemeindearbeit zu überdenken. Neben die "Lebensalter-Säulen" Kinder- und Jugendarbeit, Erwachsenenarbeit und Seniorenarbeit müssten Generationen übergreifende Arbeitsformen treten. Der Familienchor sei ein gutes Beispiel für das Miteinander der Generationen. Der Vorsitzende der Kreissynode, Ludger Arnold, dankte der höchsten Laienrepräsentantin des Protestantismus in Deutschland für ihren engagierten Beitrag.
Dekan Dr. Martin Arnold erläuterte, dass auch der Kirchenkreis Eschwege in starkem Maße vom demografischen Umbruch betroffen sei. Als Reaktion darauf habe es im vergangenen Jahr den Zusammenschluss von Altstädter und Neustädter Gemeinde zur Stadtkirchengemeinde Eschwege sowie mehrere Gemeindeverbandsbildungen gegeben. Diese Veränderungen seien im Konsens vollzogen und nicht von oben angeordnet, sondern vor Ort beschlossen und gestaltet worden. Die Kirche müsse offen sein für die Anliegen der Menschen. Er kündigte eine Initiative an, möglichst alle Kirchengebäude auch wochentags offen zu halten oder zugänglich zu machen.
Mit dem gemeinsamen Lied "Komm Herr, segne uns, dass wir uns nicht trennen" schloss das Programm des Abends ab. Ein Imbiss und viele Begegnungen und Einzelgespräche schlossen sich an.
Die Marktkirche war gut besetztDie Gastrednerin Barbara RinkeDer Kirchenkreisvorstand begrüßt die GästeDer Empfang bietet auch Gelegenheit zu GesprächenDer Familienchor der Kantorei Eschwege

» zurück