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Der Eschweger Augustinermönch Johannes Spangenberg in den Konflikten der Reformationszeit

Sa 04.06.2005
In einem kirchgeschichtlichen Vortrag, der gestern im Rathaussaal in Eschwege stattfand, beleuchtete Prof. Dr. Hans Schneider von der Universtät Marburg den Lebensweg des Eschweger Augustinermönches Johannes Spangenberg. Er zeigte auf, wie Spangenberg von seinem Orden zum Studium nach Wittenberg geschickt wurde, wo er seinem Ordensbruder Martin Luther begegnete. Spangenberg machte Karriere im Orden und wurde später Prior des Eschweger Klosters, in dem sich heute die Brauerei befindet. Zunächst wurde er jedoch zum entschiedenen Gegner Luthers und der Reformation. Erst nachdem das Eschweger Kloster im Jahr 1527 aufgelöst worden war und alle Versuche, den Augustinerorden zu erhalten, gescheitert waren, wandte sich Spangenberg auch evangelischen Überzeugungen zu. Er trat aus dem Orden aus, heiratete und wurde evangelischer Pfarrer in einer kleinen Dorfgemeinde. Professor Schneider erläuterte auch die große Bedeutung, die das Augustinerkloster über 250 Jahre hinweg für die Stadt Eschwege hatte. Zu dem Vortrag hatten der Geschichtsverein, die Historische Gesellschaft des Werralandes und der Kirchenkreis Eschwege eingeladen.
Prof. Schneider bei seinem Vortrag

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