Aktuelles Gesamtübersicht

Entscheidung im Architektenwettbewerb Kloster Germerode ist gefallen

Do 11.11.2004
Der Entwurf des Architekturbüros Prof. Dipl.-Ing. Penkhues, Kassel, hat den 1. Preis im Architektenwettbewerb zum Kloster Germerode gewonnen. Gestern hat das Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Bieling diese Entscheidung getroffen. Der 2. Preis ging an Berward Paulick von der Bauhütte Volkenroda. Insgesamt waren sieben Entwürfe vorgelegt worden. Zum Preisgericht gehörten als Fachpreisrichter Prof. Thomas Bieling, Kassel, Prof. Dr. Hartmut Eckhardt, Darmstadt, und Kirchenbaudirektor Michael Frede, Kassel. Sachpreisrichter waren Hans Ludwig, Vorsitzender der Gesellschaft Klosteranlage Germerode, und Bürgermeister Friedhelm Junghans, Gemeinde Meißner.

Die Gesellschaft zur Erhaltung der Klosteranlage Germerode möchte die historische Klosteranlage durch Neubauten ergänzen, mit dem Ziel, ein kulturelles und geistiges Zentrum für die Region zu entwickeln. Um klösterliches Leben wieder einziehen zu lassen, wird auch die Ansiedlung einer Kommunität in Erwägung gezogen. Wegen der anspruchsvollen baulichen Gesamtsituation sollte durch den Wettbewerb eine überzeugende architektonische Lösung für die Neubebauung gefunden werden.

Architekt Penkhues bezeichnete seinen Entwurf als einen Versuch, "diesen besonderen Ort in seiner Einmaligkeit nicht zu verfremden, sondern durch das Hinzufügen neuer Volumen ein Raumkontinuum zu schaffen, in dem auch die morphologischen Strukturen der alten Anlage neu interpretiert werden können, ohne historisierend zu wirken." Nach dem vorgelegten Entwurf erhält der Unterhof durch das nördliche Hauptgebäude eine klare Platzwand. Dadurch spannt sich ein maßstäblicher Perspektivplatz auf, der über die Bruchsteinmauer nach Osten den Blick in den Landschaftsraum eröffnet. An diesem Platz befindet sich der Haupteingang sowie der Gast- und Gruppenraum, die bei sommerlichen Temperaturen auch zum Platz hin geöffnet werden können. Im rechten Winkel dazu legen sich die Wirtschaftsräume entlang der Bruchsteinmauer und werden somit Teil der Begrenzung des historischen Areals. Diese Baukörperfigur in seiner L-förmigen Disposition könnte der erste Bauabschnitt sein. Sie schafft bereits ein räumlich intaktes Gefüge, das durch das Kommunitätsgebäude und den Kreativraum zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt werden kann.
Der preisgekrönte Entwurf im ModellArchitekt Penkhues erläutert sein ModellBürgermeister Junghans erinnert an den bisherigen WegViele waren gekommen, um sich über das Ergebnis zu informierenHans Ludwig und Kurt Hossbach von der Klostergesellschaft

» zurück