Aktuelles - Evangelisches Forum

Was bedeutet Islam? - Vortrag von Dr. Dina El Omari über die Grundlagen des islamischen Glaubens

Fr 20.05.2016 11:53
Der Islam ist, spätestens seit dem 11. September 2001, in den Augen vieler Europäer zu einer höchst fragwürdigen Religion geworden. Aber nicht nur seit der Zuwanderung türkischer Gastarbeiter seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts, sondern auch seit dem starken Zustrom muslimischer Flüchtlinge im letzten Jahr gehört die Auseinandersetzung mit dem Islam auf die Tagesordnung. Durch eine Vortragsveranstaltung am 17. Mai 2106 wollte das Evangelische Forum Eschwege dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und Wissen zu vertiefen. Dazu konnte eine kluge und sympathische Wissenschaftlerin gewonnen werden: Dr. Dina El Omari. Die Referentin, geboren und aufgewachsen in Nordrhein-Westfalen, arbeitet seit 2013 als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Nachwuchsgruppe "Theologie der Barmherzigkeit" am Zentrum für islamische Theologie der Universität Münster und ist dort seit 2015 Verantwortliche des Bereichs Koran und Koranexegese.
Ihr Anliegen ist es, so machte sie deutlich, den Islam als eine Religion zu verstehen, die den Menschen als mündigen Dialogpartner Gottes und nicht als gehorsamen Empfänger göttlicher Befehle begreift. Dazu stellte sie die fünf Säulen des Islams und das muslimische Glaubensbekenntnis vor und erläuterte die einzelnen Elemente und ihre Bedeutung für die Kommunikation zwischen Gott und Mensch.
Besonders wichtig ist ihr und ihren Mitstreitern an die Universität Münster, den Koran in seinen historischen Kontext einzubetten und auf dem Hintergrund der jeweiligen Entstehungssituation zu interpretieren. So relativierte sie viele uns unverständlich oder sogar grausam erscheinende Passagen. Sie wies nach, dass "Barmherzigkeit" die Eigenschaft ist, die im Koran am häufigsten von Gott ausgesagt wird, und zeigte, von diesem "Kern" des Korans herkommend, eine kritische Distanz zu "schwierigen" Versen.
An den Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion des etwa 50köpfigen Publikums an. Viele waren erstaunt und überrascht, dass die Gräben zwischen Christentum und Islam nicht so tief zu sein scheinen wie gedacht.
Ulrike Arnold

Die Situation der Christen im Nahen Osten

Fr 11.09.2015 20:20
Die Situation der Christen im Nahen Osten
Der Bürgerkrieg in Syrien ist für die gesamte Situation im Nahen Osten eine riesige Katastrophe. 3,6 Millionen Syrer sind aus ihrer Heimat geflohen. Sie suchen Schutz vor allem in den Nachbarstaaten. Allein im Libanon sind über eine Million syrische Flüchtlinge registriert, das ist ein Viertel der Bevölkerungszahl. Die Dunkelziffer ist unbekannt.
Die Christen bilden zwar eine Minderheit gegenüber den Muslimen. Dennoch hat das Christentum im Nahen Osten eine lange Tradition. Sie gehören einer Vielzahl unterschiedlicher Kirchen (orthodoxe, orientalische, mit Rom unierte Ostkirchen und Freikirchen) an.
Wie leben Christen heute in dieser Region? Welche Sorgen, Ängste und Hoffnungen bewegen sie und wie reagieren die Kirchen auf die Situation?
Pfrin. Claudia Barth hat im Rahmen eines dreimonatigen Studienaufenthalts den Libanon bereist und kirchliche Kontakte geknüpft.

Termin: Mittwoch, 23. September 2015, 19.00 Uhr, Gemeindehaus Bei der Marktkirche
Referentin: Pfrin. Claudia Barth
Leitung: Sieglinde Repp-Jost

In Kooperation mit dem Zentrum für Meditation und geistliches Leben im Kloster
Germerode

Bildersturm und Bilderflut

Di 23.06.2015 19:24
Die Macht der Bilder und ihre Infragestellung in der Reformation und heute.

Ein Beitrag zum Themenjahr 2015 "Reformation - Bild und Bibel"
und zum aktuellen religiösen Bilderstreit


Donnerstag, 25. Juni 2015, 20.00 Uhr, Marktkirche

Referent: Dr. Volker Ortmann, Universität Kassel
Leitung: Sieglinde Repp-Jost

In Kooperation mit dem Kunstverein Eschwege e.V. und dem Geschichtsverein Eschwege e.V.


Bilder umgeben uns und üben Macht auf uns aus. Sie provozieren und beeinflussen. Der terroristische Überfall auf die Redaktion von Charlie Hebdo in Paris hat jüngst gezeigt, dass die Auseinandersetzung zwischen Wort und Bild noch immer nicht ihre Brisanz verloren hat. Wer mit Bildern die Vorstellungswelt der Menschen prägen kann, gewinnt Einfluss.
Das ist keine Erscheinung der Gegenwart. Schon zur Zeit der Reformation wurden die Konflikte und Auseinander-setzungen um die Themen der Reformation nicht nur mit Worten geführt, sondern auch mittels Karikaturen und Lehrbilder, die durch die neue Drucktechnik massenhaft Verbreitung fanden. Zugleich schätzten Reformatoren wie Ulrich Zwingli die Verführungsmacht der Bilder so groß ein, dass sie mit dem Hinweis auf das 2. Gebot forderten, alle Bilder und Statuen aus den Kirchen zu entfernen.
Heute dagegen finden sich auch in evangelischen Kirchen wieder künstlerische Darstellungen. Aktuell zeigt die Evang. Stadtkirchengemeinde Eschwege die Aus-stellung "Bibel-Botschaften" des Malers Elshalom Wieberneit in der Marktkirche. "In unserer medial geprägten Welt finden Menschen über Bilder oft einen leichteren Zugang zu biblischen Geschichten und Vorstellung, sowie zu religiösen Themen allgemein.", so Pfarrerin Sieglinde Repp-Jost. "Trotzdem gilt, dass der unsichtbare Gott sich in kein menschliches Bild pressen lässt."
Was dieses Spannungsverhältnis bedeutet, wird Dr. Volker Ortmann in seinem Vortrag aufzeigen.

Welche Hilfe beim Sterben wollen wir?

Di 12.05.2015 08:59
Würde, Selbstbestimmung und Sorgekultur am Lebensende
Ein Beitrag zum gesellschaftlichen Streit um die Sterbehilfe

Der Wunsch nach einem schmerzfreien Ableben ist ein menschliches Urbedürfnis.
Zugleich bewegt viele die Angst vor unerträglichem Leid und dem Verlust der eigenen Würde in der letzten Lebensphase. Im Herbst dieses Jahres wird der Bundestag ein Gesetz zur Neuregelung der Sterbehilfe verabschieden. Das Bedeutungsspektrum dessen, was mit Sterbehilfe, im Sinne einer "Hilfe zum Sterben", gemeint ist, ist weit. In den Debatten geht es um die Frage, was erlaubt ist und was strafbar, um die Rolle der Ärzte, den Willen des Patienten, um gesellschaftliche Folgen und nicht zuletzt um mögliche Alternativen zur Sterbehilfe.

Termin: Montag, 15. Juni 2015, 19.00 Uhr, Marktkirche
Referenten: Bischof Dr. Martin Hein und Oberärztin Annette Albrecht
Leitung: Sieglinde Repp-Jost

In Kooperation mit dem Klinikum Werra-Meißner und dem Hospiz und Palliativnetz
Werra-Meißner

Abschied aus der Forums-Arbeit

Di 12.05.2015 08:48
Zum Abschluss des Äthiopien-Abends, zu dem das Ev. Forum am Montag, 11.05.2015 in das Gemeindehaus Bei der Marktkirche eingeladen hatte, gab es für die Teilnehmer nicht nur äthiopischen Kaffee und ein gemeinsames Essen, sondern auch eine "Stracke" für Pfr. Johannes Meier, zusammen mit drei Ton-Figuren aus dem südlichen Äthiopien. Es war die letzte Veranstaltung, die Johannes Meier als Studienleiter im Ev. Forum, zusammen mit Pfrin. Sieglinde Repp-Jost, durchführte. Zum 1. Mai übernahm Pfr. Meier eine landeskirchliche Pfarrstelle zur Förderung des theologischen Nachwuchses und für neue Konzepte in Jugendarbeit in Kassel.
"Schade, dass unsere gemeinsame Arbeit im Forum nun beendet ist. Ich habe gerne mit dir zusammengearbeitet. Bei aller Unterschiedlichkeit waren wir ein gutes Team.", lautete das Resümee von Sieglinde Repp-Jost.
Vor sechs Jahren hatten die beiden Pfarrer als Studienleiter die Arbeit des Forums im Kirchenkreis Eschwege begonnen. Das Ev. Forum greift aktuelle gesellschaftliche Fragen auf, beleuchtet sie aus evangelischer Perspektive und gibt Raum zur Diskussion. Das Forum plant und gestaltet Themen zusammen mit lokalen Kooperationspartnern. Die Veranstaltungen finden an unterschiedlichen Orten statt. Künftig wird sich die Arbeit des Ev. Forums auch auf den Kirchenkreis Witzenhausen erstrecken. Als Studienleiter wurde Pfr. Jörn Klinge, Großalmerode, berufen. Aus dem Kirchenkreis Eschwege wird Pfrin. Renja Rentz im Forum mitarbeiten.
Im Mittelpunkt des Äthiopien-Abends stand vor allem die Arbeit von Brot für die Welt. Das evang. Hilfswerk finanziert, berät und begleitet seit vielen Jahren Kirchen und zivilgesellschaftliche Organisationen in ihrer Entwicklungsarbeit in einem der ärmsten Länder weltweit.
Im März hatten die beiden Studienleiter, Sieglinde Repp-Jost und Johannes Meier, die Gelegenheit, an einer Lern- und Begegnungsreise nach Äthiopien teilzunehmen. Die Eindrücke der Reise fasste Johannes Meier in einem Film zusammen, der an diesem Abend den Teilnehmern gezeigt wurde. Zu den Teilnehmern gehörten auch Flüchtlinge aus Äthiopien, die das Land aus politischen Gründen verlassen haben.
Die nächste Veranstaltung des Ev. Forums befasst sich mit dem aktuellen Thema der Sterbehilfe.
"Welche Hilfe beim Sterben wollen wir? Würde, Selbstbestimmung und Sorgekultur am Lebensende"
Das Impulsreferat hält Bischof Dr. Martin Hein. Termin: Montag, 15. Juni 2015, 19.00 Uhr Marktkirche. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Klinikum Werra-Meißner und dem Hospiz- und Palliativnetz Werra-Meißner.

Äthiopien: Vom Hungerland zum afrikanischen "Powerstaat"

Do 09.04.2015 13:49
Pfarrerin Sieglinde Repp-Jost, Eschwege und Pfr. Johannes Meier, Sontra, bereisten vom 16.-27. März 2015 im Rahmen einer Studienreise das Land.

Äthiopien ist ein Land voller Gegensätze, das sich in einem atemberaubenden Tempo vom Hungerland zu einem afrikanischen "Powerstaat" mit vielen Licht- und Schattenseiten entwickelt. 12 Mitglieder der Kammer für Mission und Ökumene, einem Gremium, das die Kirchenleitung in Fragen von Mission, interreligiösem Dialog, Beziehungen zu Partnerkirchen und Entwicklungspolitik berät, hatten vom 16. - 27. März 2015 die Gelegenheit an einer Studienreise des evangelischen Hilfswerks Brot für die Welt in Äthiopien teilzunehmen, darunter Pfarrerin Sieglinde Repp-Jost aus Eschwege und Pfarrer Johannes Meier aus Sontra. Ziel der Reise war, die Arbeit von Brot für die Welt und verschiedene entwicklungspolitische Projekte vor Ort kennen zu lernen und mit den Projektpartnern in einen Austausch zu treten. Der Schwerpunkt der Reise lag auf Projekten der Ernährungssicherung im Süden des Landes, der HIV/Aids Prävention und Beratung und einem Projekt zur Verbesserung der Lebensverhältnisse von armen Familien, insbesondere Frauen, im halb-ländlichen Bereich, einer Vorortregion von Addis Abeba.
80 % der Bevölkerung Äthiopiens lebt von der Landwirtschaft, davon sind 8 % "nahrungsunsicher". Das bedeutet, dass bei einer Gesamtbevölkerung von 92 Mill ca 4-6 Mill Menschen permanent von Hunger bedroht sind. Durch Klimaveränderungen und dem Ausbleiben von Regen haben sie nicht genug Reserven, um sich ernähren zu können.
Durch den Bau von Wasserversorgungskanälen, Staumauern, verbessertem Saatgut und neuen Anbaumethoden können die Erträge deutlich gesteigert werden, so dass die Familien mit dem Verkauf von Überschüssen zusätzliche Einnahmen erzielen.
Die Projekte werden von einheimischen Trägerorganisationen, z.B. der Diakonieabteilung der Kirche oder zivilgesellschaftlichen Gruppen getragen und von Brot für die Welt mit finanziert.
Neben Projektbesuchen standen auch Besuche und Gespräche mit der evang. Mekane Yesus Kirche, der Diakonieabteilung und beim Patriarchen der äthiopisch orthodoxen Tewahedo Kirche auf dem Plan.
"Die Gleichzeitigkeit von unterschiedlichsten Lebensverhältnissen ist faszinierend und verwirrend zugleich," so Pfarrerin Sieglinde Repp-Jost. Während die Landbevölkerung in Lehmhütten lebt, mit Eselskarren unterwegs ist und den Acker mit einem Ochsengespann umpflügt, entstehen in Addis Abeba unentwegt neue Wohnviertel. In der Rush-Hour sind die Straßen mit Autos verstopft. Junge Leute mit Smartphones, Laptops und Tablets füllen die Straßencafés.
"In den Gesprächen," so Pfarrerin Sieglinde Repp-Jost "hat uns immer wieder das Verhältnis von Kirche und Diakonie beschäftigt. Es hat mich überrascht, dass da vieles mit uns in Deutschland vergleichbar ist. Die Impulse der Reise gehen weit über das eigentliche Reiseziel hinaus."

Unter dem Thema "Äthiopien - Christentum und Entwicklungspolitik" werden Pfr. Johannes Meier und Pfrin. Sieglinde Repp-Jost am Montag, 11. Mai 2015 um 19.30 Uhr im Gemeindehaus Bei der Marktkirche im Rahmen des Evangelischen Forums von dieser Studienreise berichten.

Bestattungen in landschaftlichen Anlagen und die Auswirkungen auf die Friedhofskultur

Do 09.04.2015 13:45
Das Evangelische Forum lädt Mitglieder der Friedhofsausschüsse und andere Interessierte ein zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema:

Bestattungen in landschaftlichen Anlagen und die Auswirkungen auf die Friedhofskultur
am Montag, 4. Mai 2015 um 19.00 Uhr im evang. Gemeindehaus Wanfried.

Es referiert Dagmar Kuhle, Landschaftsplanerin im Museum für Sepulkralkultur, Kassel und Fachberaterin für Friedhofsträger.
• Welche Bedürfnisse und Anliegen verbinden Angehörige mit diesen neuen
Bestattungsformen?
• Welche Anbieter und Konstrukte sind derzeit am Markt?
• Mit welchen Auswirkungen auf die Friedhofskultur ist zu rechnen?
• Wie können Friedhofsträger auf die Bedürfnisse reagieren?
Welche alternativen Gestaltungsformen sind auch auf Friedhöfen möglich?

Anmeldung bis zum 30.40.2015 bei Pfrin. Sieglinde Repp-Jost, Tel. 3588
Der Teilnehmerbeitrag beträgt 3,-- € pro Person.

Ev. Forum lädt ein: Die Kirche und das Geld

Mi 27.08.2014 14:00
Die Kirche soll möglichst im Dorf bleiben, aber der Skandal um die teure Bischofsresidenz in Limburg, die Diskussion um die Staatsleistungen an die Kirchen und das geänderte Verfahren bei der Erhebung der Kirchensteuer auf Zinserträge hat viele verärgert oder zumindest irritiert.
Wir wollen es wissen und fragen kritisch:
Woher kommt das Geld der Kirche? Wer bestimmt und entscheidet was mit dem Geld passiert? Gibt es genügend Transparenz und Kontrolle? Warum und wofür zahlt der Staat der Kirche Geld? Ist das Kirchensteuersystem noch zeitgemäß? Wie finanzieren sich andere Kirchen, z.B. in der Ökumene? Wohin geht die Reise? Was muss sich ändern?

Gäste:
Erwin Ritte, Kirchenverwaltungsdirektor
Andreas Koch, Kirchenkreisamtsleiter
Rudolf Bausch, Evang. Mission in Solidarität, e.V.
Prof. Dr. Axel Denecke, Initiative "Reform der Kirchenfinanzierung"

Wann?
Mittwoch, 17. September 2014, 19.30 Uhr

Wo?
Marktkirche, Eschwege

Ev. Forum lädt ein: 60 Jahre Teilung der Koreanischen Halbines - Mit dem PeaceTrain zur Einheit Koreas?

Mo 21.07.2014 10:47
Mit einer besonderen Forums-Veranstaltung im Grenzmuseum "Schifflersgrund" bei Bad Sooden-Allendorf wollen wir einen Blick auf die noch immer geteilte Koreanische Halbinsel werfen:

- Filmreportage von Johannes Meier
- Vortrag von Koreaexperte Daniel Jung
- Reiseberichte der PeaceTrain-Pilger
- Begegnung und Diskussion

Über 60 Jahre ist die Koreanische Halbinsel schon geteilt: Die Grenze zwischen dem kommunistischen Kim-Regime im Norden und der Republik Korea im Süden ist heute unüberwindlicher denn je. Das wiedervereinigte Deutschland gilt besonders den koreanischen Christen als Vorbild. Wie einst die Kirchen in Ostdeutschland, engagieren sich auch viele Christen in Korea für eine friedliche Wiedervereinigung ihres Landes.
Anlässlich der 10. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen im südkoreanischen Busan setzten die koreanischen Kirchen einen Friedenszug auf die Schiene: Als symbolische Pilgerfahrt vom wiedervereinigten Berlin bis zur noch immer geteilten Koreanischen Halbinsel. Ein Kamerateam war auf dieser Peace-Train Tour dabei.
Drei Wochen lang und über 11000 km haben Filmemacher Johannes Meier und sein Kameramann Frank Witte die über einhundert christlichen Friedensaktivisten aus aller Welt auf ihrer außergewöhnlichen Zugreise durch Moskau, Irkutsk, und Peking bis nach Korea begleitet. Die große Frage von Anfang an war: Darf der Peace-Train von China aus auch die Grenze nach Nordkorea passieren, um schließlich zur südlichen Halbinsel zu gelangen? Bis zur letzten Minute wurde verhandelt...

Veranstaltungsort: Grenzmuseum Schifflersgrund, Platz der Wiedervereinigung 1, Asbach-Sickenberg
Datum und Zeit: 25.07.2014, 19.30 Uhr

Eintritt frei.

Gefährliche Lust: Mann steht auf Kind - Wenn wahr wird, was nicht sein darf

Di 24.06.2014 13:37
Eine Veranstaltung des Evangelischen Forums Eschwege zum Thema Pädophilie

Kinder brauchen Schutz! Sie dürfen nicht belästigt, manipuliert oder misshandelt werden. Auf keinen Fall sollen sie zu Opfern sexualisierter Gewalt werden.
Deshalb dürfen alle Formen von Gefährdung oder Missbrauch nicht geleugnet oder verharmlost werden. Das ist Konsens in unserer Gesellschaft - zum Glück!
Aber was ist mit Menschen, die sich von Kindern sexuell angezogen fühlen?
Schon die Vorstellung ist zutiefst beunruhigend.

In der Kirche geht es um Vertrauen. Dort, wo Vertrauen manipuliert oder gar missbraucht wird, insbesondere das Vertrauen von Schutzbefohlenen, ist der Fall tief.
Als Kirche haben wir - auch in der jüngsten Vergangenheit - diese Erfahrung gemacht. Die Folgen sind schwerwiegend und reichen tief: für alle Betroffenen, Opfer und Täter,
für Mitarbeitende und die, die Leitungsverantwortung tragen, für Ehrenamtliche und Gemeindeglieder.

In einer Informations- und Diskussionsveranstaltung des Evangelischen Forums stellen wir uns als Kirche dem Thema der gefährlichen Lust:

Pädophilie
Mann steht auf Kind. Wenn wahr wird, was nicht sein darf.

Wir fragen:
Was ist Pädophilie? Ist diese problematische sexuelle Neigung veränderbar? Wie kann sie behandelt werden, um nicht zum Täter zu werden?
Welche Haltung nimmt die Kirche zu dieser sexuellen Neigung ein? Was geschieht, wenn ein Verdacht im Raum steht? Was tut die Kirche, um Kinder zu schützen? Welche Hilfe erfahren Opfer
und welche Maßstäbe gelten im Umgang mit Tätern?
An der Diskussion nehmen als Fachfrau, Mandy Körner, Diplompsychologin und Therapeutin im Präventionsprojekt Dunkelfeld "Kein Täter werden" der Medizinischen Hochschule Hannover
und Pröpstin Katrin Wienold-Hocke, Pfarrerin und Mitglied der Kirchenleitung teil.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 16. Juli 2014 um 19.00 Uhr in der Marktkirche statt.

Klartext-Debatte in Witzenhausen: Was sind uns Lebensmittel wert?

Klartext-Debatte: Was sind uns Lebensmittel wert?
Mi 23.04.2014 18:29
"Was sind uns Lebensmittel wert?" Dieser Frage wird die Diskussionsveranstaltung "Klartext - die aktuelle Debatte" am Montag, 28. April, auf den Grund gehen. Das evangelische Forum veranstaltet die offene Publikumsdebatte erstmals in Zusammenarbeit mit der HNA im Capitol-Kino in Witzenhausen.

Laut einer Studie des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz werden weltweit ein Drittel aller Lebensmittel, die für den menschlichen Verbrauch produziert werden, weggeworfen. Darin sehen viele Menschen ein Problem und versuchen, diese Lebensmittel doch noch einer anderen Bestimmung zuzuführen. Ein Beispiel dafür ist "Containern" - also noch essbare Lebensmittel aus Müllcontainern mitnehmen. Bei der Diskussion soll ein Blick darauf geworfen werden, welche konkreten Schritte getan werden müssten, um die Lebensmittelverschwendung zu verringern. Kann dies auch "normal" gelebt werden? Wo ist der Mittelweg zwischen containern und achtlosem Konsum?

Darüber werden Vertreter unterschiedlicher Sichtweisen diskutieren. Mit dabei ist unter anderem Gerd Bruno Inkermann aus Witzenhausen. Der Agrarökonom ist Leiter der Ökumenischen Werkstatt in Kassel, einer Einrichtung der Landeskirche, die sich mit weltweiten Gerechtigkeitsfragen beschäftigt. Zudem stellen sich Container-Aktivistin Tamara Gremmelspacher, Renate Grimm, Leiterin der Witzenhäuser Tafel, und Rainer Rausch, Marketingleiter der Firma Tegut, der Diskussion. Zur Einführung in das Thema wird Kinobetreiber Ralf Schuhmacher einen Kurzfilm zeigen.

Durch den Abend führt Johannes Meier, evangelischer Pfarrer in Sontra und Studienleiter des Evangelischen Forums. Das evangelische Forum ist eine Bildungseinrichtung des Kirchenkreises Eschwege, die künftig verstärkt mit dem Kirchenkreis Witzenhausen kooperieren möchte.

Das Format "Klartext" habe in Eschwege bereits Tradition und soll nun auch in Witzenhausen etabliert werden, sagt Meier. Für die Witzenhäuser Allgemeine wird Sina Beutner anwesend sein.

(Text von Sina Beutner, HNA)

Die Veranstaltung findet am Montag, 28. April, ab 19.30 Uhr im Capitol-Kino Witzenhausen statt. Der Eintritt ist frei.

Das besondere Weihnachtsgeschenk für Paare

Mi 11.12.2013 11:33
Ein Abend zu zweit am Valentinstag

"Ein Glück, dass es dich gibt"

Ein Fest für Liebende, die offen sind für neue Glückmomente

Erinnern Sie sich an den Zauber des Anfangs und erhalten Sie neue Anregungen für ein glückliches Miteinander im Alltag

- Persönlicher Segen für Paare im Gottesdienst
- Liebeslieder zum Lachen und Träumen
- Ein "Mahl für Liebende" im Kerzenschein
- Impulse für ein glückliches Miteinander im Alltag

Lassen Sie sich verwöhnen mit lustvollen Kostproben für Leib und Seele, Süßes und Scharfes, beziehungsreichen Fragen und musikalischen Leckerbissen
mit dem Duo musica e parole mit Katharina Richter und Rudolf Gäbler aus Berlin.

Termin: Freitag, 14. Februar 2014
Beginn: 19.00 Uhr in der Marktkirche.
Das weitere Programm findet im Gemeindehaus Bei der Marktkirche statt.

Der Abend kostet pro Paar 65,- €.
Darin enthalten sind ein Sektempfang, das Menü und das musikalische Programm.

Veranstalter: Evangelisches Forum Eschwege

"Mensch, Kirche!? - Was ich meiner Kirche gerne sagen möchte …"

''Mensch, Kirche!?''
Mo 16.09.2013 21:53
In der Woche vor der KV-Wahl lädt das Evangelische Forum Eschwege ein zu einer Veranstaltung mit dem Titel: "Mensch, Kirche!? - Was ich meiner Kirche gerne sagen möchte!". Als Gäste werden sechs "prominente" evangelische Kirchenmitglieder aus der Region, z.B. der Sportler Philipp Mock und der Chef der Geriatrie, Dr. Uwe Streckenbach und andere, nach ihren Erfahrungen mit ihrer Kirche befragt. Welche Rolle haben Glauben und Kirche in ihrem Leben bisher gespielt? Wofür sollte Kirche aus ihrer Sicht da sein und sich in der Region stark machen? Der Gesprächsabend ist für alle gedacht, die sich in ihren Gemeinden engagieren und in ihrer Kirche etwas bewegen wollen. Er findet am Mittwoch, 25.09.2013 um 20.00 Uhr in der Marktkirche statt.

Partnerbesuch aus Indien - Wir wollen wissen: Wie geht es den Frauen?

Mo 29.04.2013 09:39

"Indische Studentinnen und ausländische Touristinnen werden vergewaltigt, Ehefrauen verbrannt, Witwen verstoßen, Mädchen sterben an systematischer Unterernährung" - in den vergangenen Monaten wurde viel über die Diskriminierung von Frauen in der indischen Gesellschaft und schreckliche Gewaltakte berichtet.
Seit 30 Jahren ist der Evangelische Kirchenkreis Eschwege mit dem Kirchenkreis Bellary, der zur Karnataka-Nord-Diocese der Südindischen Kirche gehört, freundschaftlich verbunden. Vom 26. April - 13. Mai besucht eine Partnerdelegation mit Bischof Ravikumar Niranjan die Kurhessische Landeskirche und den Kirchenkreis Eschwege.
Die Kirche ist ein Teil der Gesellschaft, zugleich hat sie den Auftrag, sich gegen jede Form von Diskriminierung einzusetzen.
Das Evangelische Forum Eschwege lädt am Mittwoch, 8. Mai 2013 ein zu einem Vortrag über "Die Rolle der Frau in der indischen Gesellschaft" um 20.00 Uhr im Gemeindehaus Bei der Marktkirche. Zu Gast ist Pfrin. Hanna Niranjan, die als ökumenische Mitarbeiterin zusammen mit ihrem Mann mehrere Jahre in Deutschland, u.a. auch in Waldkappel, gewirkt hat.
Wie ist die Situation von Frauen in Indien: traditionell, ökonomisch, politisch, in den Religionen und nicht zuletzt in der Südindischen Kirche? Wie kann die Rolle der Frau gestärkt werden und was ist der Beitrag der Kirche?
Im Anschluss an den Vortrag gibt es Gelegenheit, über diese und ähnliche Fragen in Pfrin. Niranjan ins Gespräch zu kommen.
Der Eintritt ist frei.

Studientag zum Thema: "Öffentliche Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren"

Prof. Dr. Rainer Kessler: ''Paulus hatte antike Vorstellungen.''
Do 09.02.2012 16:42
Auf Einladung des Evangelischen Forums Eschwege trafen sich am Samstag, dem 04.02.2012 etwa 30, Pfarrer und Pfarrerinnen, Kreissynodale, Kirchenvorsteher und andere Interessierte, um sich intensiv mit dem Thema: "Öffentliche Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben" auseinanderzusetzen.
Hintergrund war der Beschluss der Landessynode vom November 2011, die öffentliche Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren in einem Gottesdienst zu ermöglichen. Dabei wird vorausgesetzt, dass die Paare in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben und eine der zu segnenden Personen evangelisch ist. Einige Gemeindeglieder hatten jedoch Zweifel angemeldet, ob dieser Beschluss mit der Bibel und ihrer Botschaft konform gehe. Ziel des Studientages sei es, so Studienleiterin Sieglinde Repp-Jost, in dieser Frage mehr Klarheit zu gewinnen und den Teilnehmern und Teilnehmerinnen zu einer eigenen Urteilsbildung zu verhelfen.
Zum Einstieg in das Thema zeigte Studienleiter Johannes Meier einen kleinen Film, in dem gleichgeschlechtliche Paare zu Wort kamen, die als Christen leben.
In einem sehr klaren und lebendigen Vortrag über den biblischen Befund, machte Prof. Dr. Rainer Kessler (Marburg) anschließend deutlich, dass das Thema Homosexualität gegenüber anderen Fragen der Lebensgestaltung in der Bibel nur ein Randthema darstelle. Gleichwohl müsse man feststellen, dass Paulus die gleichgeschlechtliche Sexualität verurteile. Dies begründe der Apostel jedoch nicht ethisch, sondern kulturell. Er übernehme dabei das antike Wertesystem, das zwar den sexuellen Verkehr zwischen zwei freien Männern ablehne, nicht jedoch zwischen einem Freien und einem Sklaven.
Aus den Einsichten in den biblischen Befund folgerte Prof. Dr. Kessler: "Wir können die unterschiedlichen normativen Anweisungen der Bibel nicht fraglos in die heutige Lebenswelt übernehmen. Wir müssen vielmehr nach dem Begründungszusammenhang fragen." Ferner machte er deutlich, dass für Christen nicht einzelne Bestimmungen, sondern allein Jesus Christus und seine Botschaft das Maß aller Dinge seien. Gut oder schlecht sei nicht die Form einer Sexualität, sondern die Art und Weise wie sie gelebt werde. Im Sinne Jesu sei lediglich eine Sexualpraxis abzulehnen, die auf Herrschaft und Unterdrückung beruhe.
Propst Helmut Wöllenstein aus Marburg verwies in seinen Ausführungen über den Synodalbeschluss auf die langjährige intensive Auseinandersetzung mit dem Thema seitens der Kirchenleitung. Schon 2003 habe die Synode beschlossen, die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren zu ermöglich, damals jedoch nur im nicht-öffenltichen Rahmen der Seelsorge. Dies hätten viele Betroffene als Diskriminierung empfunden. Die öffentliche Segnung gleichgeschlechtlicher Paare anerkenne die neue Rechtslage, die durch das Lebenspartnerschaftsgesetz gegeben sei.
Nach einem intensiven Austausch in Kleingruppen, rundete Propst Wöllenstein den Studientag ab mit Gedanken über die Bedeutung des Segens.
"Komm, Herr, segne uns, dass wir uns nicht trennen", mit dieser gemeinsam gesungenen Bitte fanden die Beratungen und Diskussionen ihren Abschluss.

Christlich-islamische Begegnung in der neuen Moschee in Hessisch-Lichtenau

Mo 30.01.2012 19:16
Etwa 25 Männer und Frauen, darunter auch Schüler und Schülerinnen des Oberstufengymnasiums und junge Asybewerber besuchten auf Initiative des Evangelischen Forums Eschwege und der Volkshochschule am Samstag, dem 28. Januar 2012 das neue Kulturzentrum der Türkisch islamischen Gemeinde DITIB in Hessisch-Lichtenau. Das Kulturzentrum, das erst im vergangenen Jahr im Industriegebiet eingeweiht wurde, enthält nicht nur einen großzügig gestalteten Moscheeraum,sondern auch diverse Gemeinschaftsräume, in denen Männer und Frauen verschiedenen Aktivitäten nachgehen und auch Jugendliche sich zum Austausch oder für sportliche Betätigungen treffen. Die türkische Gemeinde zählt 80 Familien. Den Umbau des ehemaligen Getränkeladens zu einem Kulturzentrum haben sie aus eigenen Mitteln bestritten und dabei auf Qualität und Dauer Wert gelegt. Immerhin lebt inzwischen die vierte Generation der türkischen Einwandererfamilien in Hessisch-Lichtenau.
Bei der Begrüßung würdigte der neue Imam die Begegnung als große Ehre und ein Zeichen des Friedens zwischen den Religionen und Kulturen.
Als beeindruckend erlebte die Besuchsgruppe die beobachtende Teilnahme an einem Gemeinschaftsgebet, zu dem sich 12 Männer vor der Gebetsnische, dem mihrab, versammelten. Im Anschluss an das Gebet, erläuterte der Imam die Bedeutung des Gebets im Islam. Das Gebet, zu dem jeder Muslim fünf Mal am Tag aufgerufen ist,
reinige und heile den Menschen, es schaffe Frieden und strukturiere den Tag.
Das Gebet sei "Gottesdienst" und deshalb von großer Bedeutung.
Die Gemeinde und der Imam hatten sich auf diese Begegnung vorbereitet, zum Abschluss wurde die Besuchsgruppe zu einem Kaffeetrinken in den Gemeinschaftssaal eingeladen.

"Klartext!"-Debatte zur Eurokrise: Gute Bank - Böse Bank?

Klartext!-Debatte zur Eurokrise
Fr 21.10.2011 15:29
Erfordert die Eurokrise eine neue Ethik der Banken?

"Vertrauen ist der Anfang von allem." - So lautete einst ein Werbeslogan einer großen deutschen Bank. Doch mit Blick auf die riskanten Spekulationsgeschäfte mancher Geldinstitute und die Turbulenzen auf den internationalen Geldmärkten klingt solch ein Spruch heute wie Hohn und statt Vertrauen wächst der Protest: Die Occupy-Bewegung, die in den USA erfolgreich zur Besetzung der Wall-Street aufrief hat inzwischen auch hierzulande Nachahmer gefunden. Nicht nur in Frankfurt und Berlin, auch im Werr-Meißner-Kreis versammeln sich immer mehr Menschen, um gegen die undurchsichtige Macht der Banken zu demonstrieren.

Doch haben die großen Geldhäuser tatsächlich die Politik in der Hand? Wie ist die Rolle der Banken in der aktuellen Euro-Krise zu bewerten und welche ethischen Herausforderungen muss eine neue, verantwortliche Bankenwirtschaft bewältigen? - Diesen Fragen will sich das Evangelische Forum Eschwege in Kooperation mit der Werra-Rundschau mit der nächsten "Klartext!"-Debatte widmen.

Für die Veranstaltung am Mittwoch, 9. November um 19.30 Uhr in der Gaststätte "Zur Traube" (Stad 40, Eschwege) haben die Moderatoren Dieter Salzmann (Chefredakteur Werra Rundschau) und Johannes Meier (Studienleiter Evangelisches Forum) fachkundige Gäste eingeladen: Aus Kassel kommt Dr. Jochen Gerlach, der das Referat Wirtschaft-Arbeit-Soziales der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck leitet und sich mit Fragen der Banken-Ethik auseinandersetzt, aus Eschwege wird VR-Bank-Vorstand Stefan Fross die Diskussionsrunde bereichern. Wie immer ist das Publikum dazu eingeladen, auf Augenhöhe mit den Experten mitzudebattieren.

Der Eintritt zur "Klartext!"-Debatte ist frei.

"Und Frieden auf Erden..." - Friedensaktivitäten im Nahostkonflikt

Mauerabschnitt bei Kalandia / Westbank
Mi 05.10.2011 20:00
Frieden - Hoffnung - Sehnsucht
Mit gewaltfreier Kommunikation in Israel und Palästina Konflikte überwinden.

Seit seiner Geburt in dem kleinen Ort Bethlehem bewegt Jesu Friedensbotschaft die Herzen von Menschen. Doch ausgerechnet im Nahen Osten, wo die jüdische und christliche Friedensbotschaft ihren Ausgang nahm, scheint ein friedliches Zusammenleben zwischen Israelis und Palästinensern ferner denn je. Alle internationalen Friedensbemühungen der vergangenen Jahrzehnte haben den Konflikt nicht dauerhaft entschärfen oder gar lösen können. "Wir waren des sogenannten Friedensprozesses, der nicht zum Frieden geführt hatte, müde geworden", sagt Mounib Younan, Bischof der kleinen Evangelisch Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land. In dieser verworrenen und schwierigen Situation stellt das Ökumenische Begleitprogramm in Palästina und Israel, das 2001 vom Ökumenischen Rat der Kirchen ins Leben gerufen wurde und auch mit israelischen Friedensinitiativen zusammen arbeitet, eine "menschliche Kette der Hoffnung auf Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung" dar.

Freiwillige des Ökumenischen Begleitprogramms in Palästina und Israel berichten von ihren Erfahrungen und wie der Einsatz für den Frieden sie selbst verändert hat.

Termin: Mittwoch, 05.10.2011 um 20.00 Uhr

Leitung: Sieglinde Repp-Jost

Ort: Auferstehungskirche, Eschwege

Einladung zum Gespräch: "Alt werden ist nichts für Feiglinge" - Erfahrungen mit dem Älterwerden

Mo 12.09.2011 19:30
Mit jedem Tag, den wir leben, werden wir älter und leben zugleich länger. Mit der steigenden Lebenserwartung verlängert sich auch die Phase, in der Menschen, oft noch viele Jahre nach dem Abschied aus dem Erwerbstätigenleben, aktiv und bei guter körperlicher und geistiger Verfassung ihren Interessen nachgehen und das Leben gestalten können.

Dennoch ist das Älterwerden kein einfacher Prozess, wie es der Titel des Buches "Altwerden ist nichts für Feiglinge" von dem bekannten und inzwischen alten Schauspieler, Joachim Fuchsberger, andeutet. Es stellt vor die Aufgabe, den gewonnenen Jahren einen Sinn zu geben, auch unter der Voraussetzung, dass sich familiäre und gesellschaftliche Beziehungen verändern, die allgemeine Leistungsfähigkeit abnimmt und körperliche Beeinträchtigungen sich verstärken.

Gäste berichten von ihren Erfahrungen mit dem Älterwerden und laden ein, mit ihnen ins Gespräch zu kommen.


Termin: Montag, 12.09.2011 um 19.30 Uhr

Leitung: Sieglinde Repp-Jost

Ort: Marktkirche, Eschwege

Glaubenskurs: Mit "Emmaus" unterwegs auf dem Weg des Glaubens

''Emmaus'': Unterwegs auf dem Weg des Glaubens
Fr 09.09.2011 11:33
An was glaubst Du eigentlich?

Das Evangelische Forum Eschwege und die Kirchengemeinden Weißenborn und Rambach laden ein zum Glaubenskurs "Emmaus"

Schöpfung? 10 Gebote? Jungfrauengeburt? Wunder? Sündenvergebung? Auferstehung? - Wohl jeder hat zu diesen Schlagwörtern der christlichen Religion seine eigene Meinung, doch was steckt eigentlich wirklich dahinter? - Diesen und anderen Glaubensfragen möchten sich Pfarrer Johannes Meier (Studienleiter Ev. Forum) und Pfarrer Rüdiger Pütz (Weißenborn-Rambach) mit dem Glaubenskurs "Emmaus" widmen: An fünf Abenden wird es im gemeinsamen Nachdenken darum gehen, was Christen glauben und hoffen. Nach einem geselligen Imbiss führen jeweils kurze Impulsreferate in das Thema des Abends ein, mit Gesprächen in kleinen Gruppen soll es anschließend vertieft werden.
Eingeladen zum Emmaus-Gaubenskurs sind alle, die sich erstmalig, wieder neu oder vertiefend mit dem christlichen Glauben auseinandersetzen wollen. Hervorragend eignet sich der Kurs etwa auch als Vor- oder Nachbereitung der eigenen (Erwachsenen-)Taufe oder als Auffrischung des in die Jahre gekommenen Konfirmandenwissens. Man muss keinerlei besondere Vorkenntnisse mitbringen und auch Zweifler und Fragende sind herzlich willkommen!

Folgende thematische Kursabende sind geplant:

• Brauchen wir Gott in unserem Leben? - Gute Gründe.
• Jesus von Nazareth - Leben, Leiden und Sterben.
• Wie der Stein ins Rollen kam - Jesus ist auferstanden.
• Sie werden begeistert sein - Der Heilige Geist.
• Schritte im Glauben gehen - Abschlussgottesdienst.

Termin +++ Anmeldung +++ Rückfragen

Wir beginnen am Donnerstag, den 15. September 2011 um 19.30 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus Weißenborn (Rambacher Str. 1, Weißenborn). Die Termine für die folgenden Abende werden dann gemeinsam erst festgelegt. Unkostenbeitrag pro Kursabend: 3,-EUR.

Rückfragen bei Pfarrer Johannes Meier, Tel. 05653-9190037, johannes.meier@ekkw.de

"Klartext!": Facebook & Co. - Gefangen im sozialen Netz?

Facebook&Co. - Gefangen im sozialen Netz?
Mi 17.08.2011 14:49
Die aktuelle Debatte
am 24. August um 19.30 Uhr, Gaststätte "Zur Traube", Stad 40, Eschwege


Auch wer sie (noch) nicht nutzt, hat längst von ihnen gehört: Sogenannte soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder GooglePlus setzen aktuell die Trends im Internet. Sie sollen für grandios aus dem Ruder gelaufene Riesen-Partys genauso verantwortlich sein wie für politische Revolutionen in Nordafrika oder die blutigen Randale in London. Rund 700 Millionen Menschen weltweit haben sich inzwischen bei der Online-Plattform Facebook registriert, allein 18,6 Millionen davon in Deutschland. Damit nutzen über 20% der Deutschen dieses interaktive Netzwerk: Zum Austausch mit Freunden oder zur Selbstdarstellung, zur Information genauso wie zum Spielen. Doch was für die einen längst zum Internet-Alltag geworden ist, betrachten andere mit wachsender Skepsis: Sorgt diese virtuelle Parallelwelt am Ende für das Verkümmern echter menschlicher Beziehungen? Und was geschieht eigentlich mit den vom Facebook-Konzern gehorteten Nutzerdaten? Überhaupt: Droht nicht der gläserne Mensch, wenn jeder immer mehr von sich preisgibt und etwa die automatische Gesichtserkennung auch noch das peinlichste Online-Foto zielgenau zuordnet?

Publikumsdebatte

Zu einer Publikumsdebatte über das Für und Wider der neuen Netzwerkphänomene lädt jetzt das Evangelische Forum Eschwege in Kooperation mit der Werra Rundschau ein: Am kommenden Mittwochabend, den 24. August um 19.30 Uhr im Saal der Gasstätte "Zur Traube" (Stad 40, Eschwege) soll dann wieder "Klartext!" geredet werden.
Neben den Gastgebern und Moderatoren Dieter Salzmann (Chefredakteur der Werra Rundschau) und Pfarrer Johannes Meier (Studienleiter Evangelisches Forum) wird als Experte Roland Kupski (Kassel) die Debatte fachkundig bereichern. Kupski ist Pressesprecher und Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) - und selbst als Facebook-Nutzer und Online-Blogger im Internet aktiv. Dennoch blickt der ehemalige Pfarrer von Albungen zugleich kritisch auf manche Entwicklung im Netz - und rät zu einer verantwortlichen Nutzung. Auch ethische Fragestellungen, die sich im Zusammenhang mit Facebook & Co. stellen, möchte er zur Sprache bringen.
Der Eintritt zur "Klartext!"-Debatte ist frei.

"Klartext!": Biogas & Co. - Energie mit Zukunft!?!

Streit um Biogasanlagen
Mi 27.04.2011 13:00
Die aktuelle Debatte
am 4. Mai um 19.30 Uhr, Gaststätte "Zur Traube", Stad 40, Eschwege


Die Energiewende muss kommen - darüber sind sich spätestens seit Fukushima eigentlich alle einig. Wie genau dies allerdings gelingen kann und soll, darüber lässt sich streiten: Neben Windrädern und neuen Stromtrassen sorgen im Werra-Meißner-Kreis derzeit vor allem die Planungen diverser Biogasanlagen für kontroverse Diskussionen. Ob in Heldra oder Sontra - die Vorhaben, aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais in Zukunft im großen Stil regenerative Energie zu gewinnen, stoßen auf geteilte Reaktionen: Was manche als richtigen Schritt hin zur Energiewende sehen und außerdem als positiven Wirtschaftsfaktor für die Region begrüßen, kritisieren andere als überdimensioniert und wenig durchdacht. Drohen womöglich Mais-Monokulturen, die das Landschaftsbild nachteilig verändern, werden heimischen Landwirten am Ende gar Pachtländereien streitig gemacht?

Publikumsdebatte

Zu einer Publikumsdebatte über das Für und Wider der regionalen Biogaspläne lädt jetzt das Evangelische Forum Eschwege in Kooperation mit der Werra Rundschau ein: Am kommenden Mittwochabend, den 4. Mai um 19.30 Uhr im Saal der Gasstätte "Zur Traube" (Stad 40, Eschwege) soll dann wieder "Klartext!" geredet werden.
Neben den Gastgebern und Moderatoren Dieter Salzmann (Chefredakteur der Werra Rundschau) und Pfarrer Johannes Meier (Studienleiter Evangelisches Forum) wird als Expertin Ute Göpel (Herleshausen) die Debatte fachkundig bereichern. Sie ist selbst Landwirtin und zugleich landeskirchliche Referentin für Wirtschaft, Arbeit und Soziales auf dem Lande. Auch ethische Fragestellungen, die sich im Zusammenhang mit regenerativer Energiegewinnung stellen, möchte sie zur Sprache bringen.

Der Eintritt zur "Klartext!"-Debatte ist frei.

"Glückliche Zweierbeziehung" - Ein Abend zu zweit am Valentinstag

Di 15.02.2011 14:08
Am Valentinstag genossen 20 Paare unterschiedlichen Alters einen Abend zu zweit im stilvollen Ambiente des historischen Kleegartens in Heldra. Neben einem Candlelight-Dinner mit vier Gängen erlebten die Besucher ein mit Tiefsinn, Humor und viel Schwung gestaltetes literarisch-musikalisches Programm mit dem Duo musica é parole aus Berlin.
Ihren zwei Kurzvorträgen über "Die fünf Sprachen der Liebe" und "Duett oder Duell - Die Kunst zu streiten" stellte Pfarrerin Repp-Jost ein Zitat von Ulrich Giesekus voran: "Gesunde Ehen haben von allem etwas: ein bisschen Himmel, eine deftige Portion Erde, gewürzt mit einer Prise Hölle - was überwiegt, entscheidet sich daran, wie die Liebe den Alltag besteht."
Neben der Identifikation mit der Partnerschaft und dem Austausch im gemeinsamen Gespräch sei die Liebe das wichtigste Motiv für die Stabilität einer Beziehung.
Darum sei es für Paare entscheidend herauszufinden, was der Partner oder die Partnerin als Liebe empfindet.Die Sprache der Liebe zu entwickeln, so Pfrin. Repp-Jost, sei eine lebenslange Aufgabe.
Gleichwohl trat sie einem idealisierenden Verständnis von Liebe, das Rivalität, Konkurrenz und Wettstreit zwischen Liebenden ausschließt, entgegen.
Für die Paarbeziehung sei es ebenso wichtig, dass beide Partner davon profitieren, d.h. dass sie sich in ihren persönlichen Potenzialen weiterentwickeln. Das könne durchaus zu Konflikten und auch Konkurrenz führen. Entsprechend der alttestamtentlichen Weisheit "Wie ein Messer das andere wetzt, so schärft ein Mensch den anderen.",(Sprüche 17,27) gehe es in einer guten Partnerschaft nicht darum, Konflikte und Auseinandersetzungen zu vermeiden, sondern sie zu nutzen und auf eine Weise auszutragen, die dem Partner ermöglicht, die für sie oder ihn notwendige Rückmeldung überhaupt zu bekommen. So werden beide auf ihre Weise zu "scharfen Typen", so Pfarrerin Repp-Jost.

Der Abend endete mit einem Segenswort für die Paare.

Klartext! - Die aktuelle Debatte in Eschwege

Demokratie unmöglich? - Was bringt der Urnengang...
Mi 02.02.2011 12:49
Zeit & Ort: 9. Februar um 19.30 Uhr in der "Traube" (Am Stad 40)

Thema: "Die da oben. Wir da unten. - Demokratie unmöglich?"

Spätestens wenn am 27. März der nächste Urnengang für die Kommunalwahl ansteht, stellt sich wieder einmal die Frage: Was bringt meine Stimmabgabe eigentlich? Kann ich damit wirklich noch Entscheidungen beeinflussen - oder macht die Parteipolitik am Ende nicht doch was sie will...? - Wenn in Stuttgart mit S21 ein Großprojekt gegen den Willen einer Vielzahl von Bürgerinnen und Bürgern dennoch durchgesetzt werden soll oder etwa die Atom-Castoren einfach ungebremst weiter durchs Land rollen, wächst bei vielen Menschen das Gefühl politischer Ohnmacht. Als sogenannte "Wutbürger" zieht es sie schließlich auf die Straße, um hier demonstrativ ihren Willen zu politischer Mitbestimmung kund zu tun. Ein stilles Kreuzchen auf dem Wahlschein reicht ihnen nicht mehr.

Wie viel bzw. wie wenig Volkeswille verträgt eine funktionierende Demokratie eigentlich?

Zur aktuellen Debatte über dieses brisante Thema laden am Mittwoch, den 9. Februar um 19.30 Uhr das Evangelische Forum Eschwege und die Redaktion der Werra-Rundschau ein: Um 19.30 Uhr soll dann im Saal der Gastwirtschaft "Traube" (Am Stad 40) wieder einmal "Klartext" geredet werden. Neben Pfarrer und Forums-Studienleiter Johannes Meier sowie WR-Chefredakteur Dieter Salzmann wird Michael von der Lohe auf dem Podium sitzen, der sich mit seiner Organisation "Omnibus.org" bundesweit für mehr direkte Demokratie in Deutschland einsetzt. Und wie immer bei der Klartext-Debatte kann und soll auch das Publikum wieder offen mit diskutieren. Der Eintritt ist frei.

"Mein Kind macht Karriere!" - Fördern, fordern, überfordern?

Leistungsträger Kind?
Di 01.02.2011 10:48
Yoga in der Krabbelgruppe, Fremdsprachenkurs im Kindergarten und Spezialnachhilfe in der Grundschule. Kinder werden heute oft schon in frühen Jahren zu Leistungsträgern mit einem vollen Terminkalender - denn früh übt sich, wer später einmal hoch hinaus kommen soll. Eltern wollen zumeist einfach nur das Beste für ihr Kind: Förderangebote im Kindergarten, damit der Start in die Grundschule möglichst reibungslos erfolgt. Und nach der 4. Klasse zählt dann die Einstufung in eine möglichst hohe Schulform, damit die Weichen für eine vermeintlich erfolgreiche Zukunft richtig gestellt sind. Doch ab wann schlägt gut gemeinte Förderung für Kinder in Stress und eben Überforderung um? Welche Chancen zw. Gefahren gilt es auf dem kindlichen Bildungsweg zu beachten?
Das Evangelische Forum Eschwege bietet hierzu am Donnerstag, den 3.2. um 19.30 Uhr einen Vortragsabend in der Familienbildungsstätte an (FBS, An den Anlagen 14a, Eschwege). Nach einem Referat von Frank Bolz, Studienleiter der Kirchlichen Aus- und Fortbildungsstätte (KIFAS) und des Pädagogisch-theologischen Instituts (PTI) in Kassel, wird Gelegenheit für eine offene Diskussion und den Austausch im Publikum bestehen. Eingeladen sind besonders Eltern, Erzieherinnen und Lehrer. Der Eintritt ist frei.