Aktuelles aus den Gemeinden

30 Jahre Grenzöffnung - Kirchenkino

Mi 30.10.2019 18:07
Gottesdienst mit Kirchenkino
Sonntag, 03.11. um 18.00 Uhr Gemeindehaus Rosengasse Eschwege
Wir zeigen Ausschnitte aus dem Film "Nikolaikirche"

"Wir hatten alles geplant. Wir waren auf alles vorbereitet. Nur nicht auf Kerzen und Gebete." Diese Worte eines Mitgliedes des Zentralkomitees der SED bilden die Grundlage des Gottesdienstes mit Kirchenkino am Sonntag, 3.11. um 18.00 Uhr im Gemeindehaus Rosengasse Eschwege. Wir zeigen Ausschnitte aus dem Film "Nikolaikirche", eine Familiensaga in der bewegten Zeit um das Jahr 1989. Erich Loests Roman "Nikolaikirche" liefert die Vorlage für die Geschichte um die Leipziger Familie Bacher in den unruhigen Jahren 1987 bis zu den Montagsdemonstrationen im Oktober 1989, die den Untergang der DDR einläuteten.

Im Prozess der sog. Wende und der friedlichen Revolution in der DDR war die evangelische Kirche ein wichtiger Katalysator auf dem Weg zu Freiheit und Einheit. Mit Friedensaktionen und Friedensgebeten in Leipzig und vielen anderen Orten hatte sie einen wesentlichen Anteil am Sturz des DDR-Regimes und der Öffnung der Grenze. Dies ändert aber nichts daran, dass es weiterhin Mauern gibt, die Menschen voneinander trennen, die Leid und Unterdrückung mit sich bringen. Dabei geht es nicht nur um sichtbare Mauern, die gebaut werden, sondern auch um unsichtbare Mauern, durch die Menschen ausgeschlossen, an den Rand gedrängt und stigmatisiert werden. Wie lassen sich diese Mauern abbauen? Diesen Fragen möchten wir im Gottesdienst nachgehen.

Da das evangelische Gemeindehaus in der Rosengasse ein wichtiger Treffpunkt in den ersten Novemberwochen 1989 war, wird eine Ausstellung von Fotos aus dieser Zeit zu sehen sein, die die Begegnungen von Eschweger Gemeindemitgliedern und Gästen aus der ehemaligen DDR zeigt.

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