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Vergoldete Namen

Do 30.05.2019 09:01
Neues Gedenken für "Euthanasie"-Opfer aus dem ehemaligen Landkreis Eschwege
In Eschwege wurde erstmals der regionalen Opfer des NS-"Euthanasie"-Programms gedacht. Bisher bekannt sind 42 Menschen mit Behinderungen aus der Region Eschwege, die in der Zeit des Nationalsozialismus wegen ihrer Behinderung ermordet wurden. Eine Andacht in der Marktkirche in Eschwege, die von Schülerinnen und Schülern der Elisabeth-Selbert-Schule in Wanfried gestaltet wurde, erinnerte an den Lebens- und Leidensweg der Menschen. Ihr Religionslehrer Heiko Striening hatte mit ihnen diese Andacht vorbereitet. Volker Alheit (Orgel) und Birte Heinz (Flöte) fanden dazu den richtigen Ton.

Im Anschluss wurde gegenüber der Marktkirche am Café "Brise" eine Installation des Kasseler Künstlers Lutz Kirchner vorgestellt. 42 Namenschilder, mit ausgeschnittenen Buchstaben, die innen vergoldet sind und an die an die Menschen erinnern, die dem "Euthanasie"-Programm zum Opfer fielen, sind dafür ein äußeres Zeichen. Ein weiteres Schild erinnert an die noch unbekannten Opfer. Landesdirektorin Susanne Selbert, Landrat Stefan Reuß und Bürgermeister Alexander Heppe stimmten darin überein, dass die in der Präambel des Grundgesetzes betonte "Würde des Menschen" unantastbar sei. Sie begrüßten die Schaffung eines Gedenkortes in Eschwege und dankten den Initiatoren.

Eine Hinführung zum Thema und Biogramme der "Euthanasie"-Opfer aus der Region Eschwege unter www.aufwind-wmk.de/namen

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