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9. November: Gedenken gegen das Vergessen

Do 01.11.2018 07:50
In diesem Jahr, am 9. November 2018, jährt sich die "Reichspogromnacht" zum 80. Mal. In ganz Deutschland fanden um den 9. November 1938 staatlich sanktionierte Gewaltexzesse gegen die jüdische Bevölkerung statt. Die nationalsozialistische Propaganda verharmloste aufgrund der zahlreich verstreuten Glasscherben vor demolierten jüdischen Einrichtungen, Wohnungen und Geschäften die antisemitischen Terrorakte zynisch als "Reichskristallnacht".

Wie andernorts in Nordhessen fanden in Eschwege die öffentlichen Ausschreitungen bereits am 8. November statt. Die Synagoge auf dem Schulberg wurde geschändet. Jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger wurden bedroht und gedemütigt. Mehrere starben später an ihren schweren Misshandlungen. Gegen diese Übergriffe gab es damals kaum Einspruch. Heute wissen wir, dass die grausamen Ereignisse im November 1938 tatsächlich den Weg in den "Holocaust" bahnten.

Bereits vor zehn Jahren fand unter dem Motto "Gedenken gegen das Vergessen" eine Eschweger Aktionswoche zur Erinnerung an die Ereignisse der "Reichspogromnacht" statt. Auch 2018 soll die Erinnerung in Eschwege für die Zukunft wach gehalten werden.

Wir laden ein zu einer öffentlichen Gedenkstunde der Trauer und der Erinnerung:
"80 Jahre Reichspogromnacht in Eschwege: Gedenken gegen das Vergessen"
Freitag, 9. November 2018, 17 Uhr
Ehemalige Eschweger Synagoge, heutige Neuapostolische Kirche, Vor dem Berge 4, Eschwege

Die Veranstaltung wird von verschiedenen engagierten Organisationen, Einrichtungen und Einzelpersonen gemeinsam organisiert.

Außerdem wird vom 5. bis zum 17. November zu einem umfassenden Begleitprogramm eingeladen.

An der Veranstaltungsreihe sind beteiligt: Anne-Frank-Schule Eschwege, Kreisstadt Eschwege - Stadtarchiv und Stadtbibliothek, Neuapostolische Kirche Eschwege, Oberstufengymnasium Eschwege, Stadtkirchengemeinde Eschwege, Volkshochschule Werra-Meißner, Paul Hartmann, Gerd Strauß und Anna-Maria Zimmer.

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