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Aktuelles aus der Familienbildungsstätte

Auftaktveranstaltung Ev. Familienbildungsstätte - Mehrgenerationenhaus Eschwege

Mo 26.02.2007
Mit einer großen Auftaktveranstaltung feierte die Evangelische Familienbildungsstätte in Eschwege am 16.02.2007 ihre Aufnahme in das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Bei einer feierlichen Eröffnungsveranstaltung in den Räumen der Sparkasse Werra-Meißner sprachen neben den kirchlichen Vertretern unter anderem Staatsministerin Silke Lautenschläger, Landrat Stefan Reuß, Bürgermeister Jürgen Zick und MdB Michael Roth und Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Frank Nickel. Dieser Veranstaltung schloss sich die Schildübergabe des Mehrgenerationenhauses sowie ein buntes Programm in der Evangelischen Familienbildungsstätte an.

Mehr als 1.000 Institutionen aus der ganzen Bundesrepublik hatten sich für das Aktionsprogramm beworben. Die Familienbildungsstätte gehörte zu den ersten Einrichtungen, die einen Bewilligungsbescheid erhielten."Wir sehen darin eine Anerkennung unserer bisherigen Arbeit und unser Konzept hat wohl überzeugt. Denn unser Angebot ist nicht in Stein gemeißelt. Es richtet sich ganz nach den Bedürfnissen der Menschen, die die Evangelische Familienbildungsstätte besuchen ", so Irma Bender, die Leiterin der Familienbildungsstätte. "Die Anerkennung ist ein wichtiger Schritt für die Region Eschwege in Richtung auf mehr Familienfreundlichkeit", sagte Heinrich Mihr für den Gesamtverband der Evangelischen Kirchengemeinden in Eschwege, der die Familienbildungsstätte trägt. "Durch die Förderung besteht jetzt die Möglichkeit, einige der im Team der Evangelischen Familienbildungsstätte entwickelten guten Ideen zu verwirklichen."

In den 58 Jahren ihres Bestehens hat sich die Evangelische Familienbildungsstätte stetig weiter entwickelt. Das Mehrgenerationenhaus ist ein Meilenstein auf diesem Weg. Noch mehr als bisher werden Menschen aller Lebensalter die Räume künftig mit Leben füllen, sich hier treffen und voneinander lernen. Darüber hinaus baut das Mehrgenerationenhaus ein nachbarschaftliches Netzwerk von Dienstleistungen auf, in das sich jeder mit seinen Fähigkeiten einbringen kann. So fördert es Kinder, berät und entlastet Familien und gibt alten Menschen einen Raum. Dabei will die Evangelische Familienbildungsstätte auch mit lokalen Unternehmen zusammenarbeiten.

Bereits jetzt hält die Familienbildungsstätte ein breites Angebot für Kinder, Mütter, Väter, Seniorinnen und Senioren bereit. So gab es etwa Veranstaltungen, die für Großeltern mit Enkeln ausgeschrieben waren. Die Spielkreise für Eltern mit ihren Kindern sind stets auch für Großeltern mit ihren Enkeln geöffnet. Auch Gruppen für Trauernde, pflegende Angehörige, Seminare im Musikbereich, themenbezogene Gottesdienste oder das Frauen-Café werden gern von ver-schiedenen Generationen wahrgenommen. Hinzugekommen ist im vergangenen Jahr die Ausbildung und Vermittlung von freiwilligen Seniorenbegleitern. Aber auch andere Arbeitsbereiche wie etwa die Qualifizierung, Beratung und Vermittlung von Tagesmüttern, der Kindertreff und die Elternkurse waren ausschlaggebend für das Bundesfamilienministerium, die Familienbildungsstätte in das Aktionsprogramm "Mehrgenerationenhäuser" aufzunehmen.
Die mit der Anerkennung verbundene finanzielle Förderung wird den Aufbau weiterer Projekte ermöglichen. Hier ist unter anderem an ein familienunterstützendes Projekt gedacht, das Familien im ersten "schwierigen" Babyjahr freiwillige Helferinnen an die Seite stellt. Ein "Familienscout" soll als eine Art Wegweiser für alle Fragen rund um das Thema "Familie" dienen. Weiter sollen ein Mittagstisch für Familien und Senioren eingerichtet werden, ein "Teenie-Treff" für junge Schwangere und junge Mütter sowie ein regelmäßiges Frühstückstreffen für Familien.

Das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser will den Zusammenhalt und den Austausch der verschiedenen Lebensalter in Deutschland stärken. Bis Ende 2007 werden 439 Mehrgenerationenhäuser entstehen - eines in jeder kreisfreien Stadt und in jedem Landkreis. Über einen Zeitraum von fünf Jahren fördert der Bund jedes Mehrgenerationenhaus im Aktionsprogramm mit jährlich 40.000 Euro. Die Häuser arbeiten eng zusammen und teilen ihre Erfahrungen aus der täglichen Arbeit.

Alle diese Ideen sind aus der praxisorientierten Arbeit der Evangelischen Bildungsstätte entstanden, die eng mit dem Fachdienst für Jugend und Familie des Werra-Meißner-Kreises zusammenarbeitet. Auch bei der Umsetzung dieser Ideen wird die Einrichtung auf diese gute Kooperation aufbauen, um Familien bei ihrer wichtigen und schönen, aber manchmal schwierigen Aufgabe zur Seite zu stehen.
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