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Aktuelles aus der Familienbildungsstätte

Fachtag Kinder-Tagespflege 01.06.06 HeLi

Mo 12.06.2006 12:14
Fachtag der Kinder-Tagespflege in Hessisch-Lichtenau
Der diesjährige Fachtag für Fachkräfte aus der Kindertagespflege fand in Nordhessen statt. Er wurde als Kooperationsveranstaltung des Jugendamtes und der Kinder-Tagespflege Werra-Meißner, des Hessischen Tagespflegebüros und des Hessischen Sozialministeriums organisiert.
Der Fachtag stand unter dem Motto" Frühe Bildung in der Familienbetreuung". Ilona Friedrich (Leitung des Jugendamtes WMK) begrüßt alle Anwesenden und stellt den Fachtagsteilnehmenden die Kinder-Tagespflege Werra-Meißner vor. Anschließend sprach die Staatsministerin Frau Silke Lautenschläger (Wiesbaden), wobei sie sich positiv über die Entwicklung der Kleinkindbetreuung in Hessen äußerte - aber auch den Auftrag sieht, nicht stehen zu bleiben, sondern weiter zu gehen und die Kinderbetreuung noch weiter zu optimieren. Der Vortrag von Prof. Dr. Dr. Dr. E. Fthenakis befasste sich mit der Bildungs- und Qualitätsdebatte im internationalen Vergleich und der Vorstellung des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans.
Einige Denkanstöße des Vortrages:
- Kinder auf ein lebenslanges Lernen vorzubereiten, in ihnen junge Menschen mit vielen Kompetenzen zu sehen, ist die NEUE Richtung, in die der Bildungs- und Erziehungsplan gehen möchte.
- Die Vorstellung vom "unreifen Kind", welches erst durch das Durchlaufen der verschiedenen Bildungseinrichtungen Kompetenzen (oder Teilkompetenzen) entwickelt, erweist sich im internationalen Vergleich als überholt.
- Vielmehr sind Kinder, Pädagogen und Eltern als Co-Konstrukteure des Weltverständnisses und der Bildungsbiographie von jungen Menschen zu sehen.
Die Aufzählung gibt nur einige wenige Gedanken des sehr gelungenen Vortrages wieder. Wir vom Büro der Kinder-Tagespflege Werra-Meißner werden versuchen diesen Vortrag zur Einsicht zu bekommen.

Nach dem Mittagsimbiss wurden Praxisbeispiele zum Bildungs- und Erziehungsplan von zwei Einrichtungen aus Südhessen vorgestellt.
Das Tandem Kinderhaus Uhlandstraße/Grundschule "Villa Kunterbunt" und das Maintaler Tagespflegeprojekt zeigten beeindruckend, wie eine Umsetzung des neuen Bildungs- und Erziehungsplans in ihren Einrichtungen aussehen kann. Das Durchführen von "Beobachtungssequenzen" durch das Fachpersonal hilft, die Kompetenzen der Kinder zu sehen und diese beim alltäglichen Umgang mit anderen Kindern, beim Spielen und basteln zu bestärken. "Die Stärken stärken und so die Schwächen schwächen" ist das Motto. Am Praxisbeispiel eines Mädchens wurde die Vorgehensweise sehr gut veranschaulicht. Das "Highlight" für jedes Kind ist ein Brief, den die Erzieherinnen für das Kind schreiben. Ein Brief, der die Kinder bestärkt in dem was sie Können, der ihnen aufzeigt, das sie gut sind, so wie sie sind.

Aus Vellmar berichteten die Kindertagesstätte Vellmar-West und die Tagespflegebörse der STERNSCHNUPPE, wie eine gelungene Zusammenarbeit zwischen Tagesmüttern und Kindertageseinrichtung aussehen kann. Hier findet die Betreuung von Tageskindern durch die Tagesmütter auch im Kindergarten statt. Die Bereitstellung von freistehenden Räumlichkeiten, die gemeinsame Nutzung von Turn- und Toberaum haben sich als Bereicherung für die Kinderbetreuung erwiesen. "Für die Kinder gemeinsam zu arbeiten, neue Wege zu beschreiten hat sich in diesem Fall gelohnt", so die einstimmige Meinung von Frau Viereck und Frau Winkler.

"Ein gelungener Fachtag" so unser Resumée. In nächster Zeit werden wir die vielen neuen Anregungen für die Kinder-Tagespflege Werra-Meißner sammeln und Möglichkeiten der Verwirklichung suchen.
Interessante VorträgeViele nette Kontakte am FachtagVielen Dank für die Bewirtung

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