Aktuelles aus unserem Kirchenkreis

30 Jahre Kirchliches Rentamt der Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen

Mi 11.06.2003
ESCHWEGE "Wir sind zwar nur das zweitgrößte Rentamt der Landeskirche, aber das beste", beim Smalltalk wurde das Selbstverständnis der kirchlichen Verwaltungsbehörde deutlich benannt.
In den Ansprachen und Grußworten zur Feier des 30jährigen Bestehens des gemeinsamen Rentamtes für die Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen jedenfalls wurde dieser Auffassung nicht widersprochen.
Auch Hans Dieter Credé, als Dekan des Kirchenkreises Witzenhausen zur Zeit turnusmäßiger Vorsitzender des Zeckverbandsvorstandes, sprach von einer Erfolgsgeschichte, deren Anfänge er in seiner Ansprache darstellte
Als 1972 der damalige Witzenhäuser Rentamtsleiter Heinrich Dippel schwer erkrankte, war seinem Eschweger Kollegen Sippel die kommisarische Leitung übertragen worden. Dies nahm das Landeskirchenamt aber auch zum Anlass den Leitungsgremien der beiden notorisch klammen Kirchenkreise eine engere Zusammenarbeit zu empfehlen.
Weniger als ein Jahr benötigten die Kirchenkreise damals, um die beiden bestehenden Verwaltungsbehörden zusammen zu führen. Faktisch begann das neue Rentamt bereits am 1. Januar 1973 seine Arbeit, obwohl die Synoden erst im Februar und März die nötigen Beschlüsse fassten.
"Hier haben Kirchenleute weitsichtig und verantwortungsvoll eine gelegenheit ergriffen und eine zukunftsfähige Entscheidung getroffen", macht Credé seinen Respekt vor den Vorgängern deutlich.
Auch Amtsleiterin Bärbel Dittrich machte in ihrem Vortrag deutlich, dass die damalige Entscheidung richtig gewesen sei. Seit 2000 hat Rentamt die Rechtsform eines Zweckverbandes und ist damit eine eigene Körperschaft des öffentlichen Rechtes. Zur Zeit sind 30 haupt- und nebenberufliche Mitarbeiter und Auszubildende beschäftigt. Diese sind für 142 Kirchengemeinden, kirchliche Zweckverbände und diakonische Einrichtungen tätig.
Lächelnd hatte zuvor Dekan Dr. Martin Arnold aus Eschwege in seiner Andacht gefragt, was denn Jesus wohl sagen würde, wenn er das Rentamt betreten würde, dann aber auch deutlich gemacht wie wichtig es auch in der Kirche sei, dass Verwaltungsabläufe geregelt verlaufen.
Dies machte auch Vizepräsident Friedrich Ristow von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in Kassel deutlich, der darauf hinwies, dass die Verwaltung das Beständige im immer Fließenden sei.
Das 30jährige Jubiläum, das bei Sonnenschein auf dem Parkplatz des Amtes gefeiert wurde, war aber auch eine große Wiedersehensparty, zu der viele ehemalige Mitarbeiter gekommen waren. Die konnten dann auch von den lustigen Geschichten erzählen, dem ersten Computer mit Namen "Henner" oder der vom Rentamtsleiter gelöschten Festplatte. (ZGG)

» zurück