Aktuelles aus der Kreissynode

Protokoll der Kreissynode vom 23. Februar liegt vor

Fr 29.02.2008 12:53
Die Protokollanten Björn Kunstmann und Maria-Henrietta von Stryk haben schnelle Arbeit geleistet. Deshalb können Sie heute schon das Protokoll der Kreissynode vom 23. Februar in Ulfen nachlesen:

PROTOKOLL ÜBER DIE VERHANDLUNG DER KREISSYNODE
DES KIRCHENKREISES ESCHWEGE
AM 23. FEBRUAR 2008 IN ULFEN

Die Synode beginnt um 9 Uhr mit einem Gottesdienst in der St. Johanniskirche in Ulfen. Pfrin. Fugmann-Szugfill und Prädikant Ebeling verbinden in ihrer Predigt die Aspekte Synode und Passionszeit mit dem Wort aus Ps 26,8: "HERR, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt." Die Kollekte für die Renovierung des Turminnenraums in Ulfen beträgt 253,86 €.

Nach kurzem Fußmarsch und kleinem Imbiss wird die Synode um 10.15 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus fortgesetzt.
(Vorbemerkung: Um die Ermüdung durch die vielen Wahlen gering zu halten, wurde die Tagesordnung nicht in dieser Reihenfolge durchgehalten. Das Protokoll behält aber wegen der besseren Lesbarkeit die ursprüngliche Reihenfolge der Tagesordnung bei.)

TOP 1: Begrüßung, Grußworte und Regularien

Der Dekan begrüßt die Anwesenden und eröffnet die konstituierende Sitzung der neuen Kreissynode. Er begrüßt besonders die neuen Mitglieder der Synode und die Ehrengäste: Propst Kalden (Kassel), Superintendent Piontek (Mühlhausen), Regionaldechant Kawollek (Eschwege), Bürgermeister Schäfer (Sontra), Ortsvorsteher Bodenstein (Ulfen). Auch die Gemeindepraktikanten, die zurzeit im Kirchenkreis sind, werden Willkommen geheißen, ebenso Frau Salewski von der Werra-Rundschau.
Ein besonderer Gruß geht an die delegierten und berufenen Mitglieder der Region Sontra, die neu zur Kreissynode gehören. Der Dekan legt einige Zahlen zur Synode vor: Sie repräsentiert 43.550 Gemeindeglieder in 83 Kirchengemeinden. Von 97 Mitgliedern sind 18 neu in diesem Amt.
Der Dekan hebt drei der Aufgaben einer Kreissynode vor: Förderung der Gemeinschaft der Gemeinden, Stellung zu nehmen sowie Anträge und Anregungen an die Landessynode zu stellen. Die einzelnen Mitglieder der Synode werden vorgestellt. Es sind (zu diesem Zeitpunkt) 91 von 97 Mitgliedern anwesend.
Dekan Arnold dankt nun für das ehrenamtliche Engagement im Kirchenkreis in der letzten Legislaturperiode. Besonderer Dank geht an die Mitglieder des Kirchenkreisvorstands dieser Zeit: Birgit Deist, Harald Nolte, Ludger Arnold und Ralph Beyer sowie an ihre Stellvertreter. Ebenso gehen Dank und Blumen an Frau Dittrich vom Kirchenkreisamt und Frau Reiß aus dem Dekanatsbüro. Zusätzlich wird Frau Deist mit der Dankmedaille der Landeskirche geehrt und Herr Nolte mit der Elisabeth-Medaille. Ludger Arnold wird für seine - über den kirchlichen Bereich hinausgehende - ehrenamtliche Arbeit mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen geehrt.

Bürgermeister Schäfer verbindet die Übergabe des Ehrenbriefs mit seinem Grußwort. Er betont die Verbindungen von Politik und Kirche und würdigt das Ehrenamt in beiden Bereichen. Er überbringt Grüße von Landrat Reuß, in dessen Namen er auch den Ehrenbrief des Landes Hessen an Ludger Arnold überreicht. Dabei hebt er dessen viele Ämter und sein starkes Engagement in verschiedenen Bereichen hervor.

Ludger Arnold bedankt sich und betont, dass er ja nirgends alleine engagiert ist. Ihm seien Offenheit und Fairness wichtig.

Propst Kalden überbringt in seinem Grußwort die Grüße des Bischofs Prof. Dr. Martin Hein. Er ermutigt zu wahrhaftigem Umgang miteinander. Bezug nehmend auf den Losungstext aus Jer 5,3 spricht er über Verlässlichkeit und Offenheit sowie die Fähigkeit, Menschen mit Jesu Augen wahrzunehmen.

Superintendent Piontek überbringt die Grüße des Partner-Kirchenkreises Mühlhausen und spricht über die Zusammenarbeit und fruchtbare Begegnungen. In diesem Zusammenhang erinnert er an den Partnerschaftsgottesdienst am 1. März. Er weist auf die hohe Bedeutung des Ehrenamtes hin, wie das in der neuen Verfassung der neuen Landeskirche in Mitteldeutschland zum Ausdruck kommt. Er weist auch auf einen weiteren Aspekt der ehrenamtlichen Arbeit speziell in der Kirche hin: Die Ehre dabei soll Gott zukommen.

Regionaldechant Kawollek berichtet in seinem Grußwort über die neue Dekanatsstruktur im Bistum Fulda. Er betont die Ökumene mit Hinweisen auf Jubiläen bei der ökumenischen Gebetswoche und auf Aussagen im letzten Hirtenbrief von Bischof Algermissen. Er sieht viele Möglichkeiten und das Gebet um die Einheit als das Herz der Ökumene.

Ortsvorsteher Bodenstein führt in seinem Grußwort in die Verhältnisse im Dorf Ulfen ein. Dabei spielt die Bevölkerungsentwicklung und die fast fehlende Jugend eine nicht unwesentliche Rolle. Er betont auch die Freude über die neue Pfarrerin und wünscht der Synode eine fruchtbare Arbeit.

Dekan Arnold verpflichtet als Schriftführer Pfr. Björn Kunstmann aus Altenburschla und Maria-Henrietta von Stryk aus Völkershausen.

Er stellt entsprechend der Geschäftsordnung fest, dass ordnungsgemäß eingeladen wurde und die Kreissynode beschlussfähig ist. Der Zeitplan für den weiteren Verlauf der Sitzung wird vorgestellt.


TOP2: Wahlen

a) Vorsitz der Synode

Vorgeschlagen ist: Ludger Arnold
Es gibt keine Einwände gegen eine offene Wahl.
Es wurde einstimmig gewählt bei einer Enthaltung: Ludger Arnold
Er nimmt die Wahl an und übernimmt die Leitung der Sitzung.

Vorgeschlagen als sein Stellvertreter ist: Pfr. Martin Schacht
Es gibt keine Einwände gegen eine offene Wahl.
Es wurde einstimmig gewählt: Pfr. Martin Schacht. Er nimmt die Wahl an.

b) Kirchenkreisvorstand

Vorgeschlagen für das weitere geistliche Mitglied ist: Pfr. Ralph Beyer
Es gibt keine Einwände gegen eine offene Wahl.
Es wurde einstimmig gewählt bei einer Enthaltung: Pfr. Ralph Beyer
Er nimmt die Wahl an.

Vorgeschlagen als Laienmitglieder sind: Birgit Deist und Harald Nolte
Es gibt keine Einwände gegen eine offene Wahl und eine Abstimmung "en bloc".
Es wurden einstimmig gewählt bei einer Enthaltung: Birgit Deist und Harald Nolte
Beide nehmen die Wahl an.

Die Regelung der Stellvertretung wurde dahingehend modifiziert, dass es keine personenbezogene Stellvertretung mehr gibt. Stattdessen vertritt der erste Stellvertreter beim ersten Ausfall eines der Mitglieder und der zweite beim zweiten Ausfall etc.

Vorgeschlagen als Stellvertreter der geistlichen Mitglieder sind: Pfr. Harald Aschenbrenner als erster und Pfr. Kai-Uwe Schröter als zweiter Stellvertreter
Es gibt keine Einwände gegen eine offene Wahl.
Nachfrage Pfr. Bretschneider: Kann Pfr. Schröter als stellvertretendes Mitglied der Synode kandidieren?
Antwort Dekan: Ja. Auch stellvertretende Mitglieder sind Mitglieder der Synode. Das ist auch mit dem Landeskirchenamt abgeklärt.
Es wurde einstimmig gewählt bei einer Enthaltung: Pfr. Harald Aschenbrenner als erster und Pfr. Kai-Uwe Schröter als zweiter Stellvertreter
Beide nehmen die Wahl an.

Vorgeschlagen als Stellvertreter der Laienmitglieder sind: Hedwig Siebert als erste Stellvertreterin, Ulrich Bernhardt als zweiter Stellvertreter und Ute Göpel als dritte Stellvertreterin. Es gibt keine Einwände gegen eine offene Wahl.
Es wurde einstimmig gewählt bei einer Enthaltung: Hedwig Siebert als erste Stellvertreterin, Ulrich Bernhardt als zweiter Stellvertreter und Ute Göpel als dritte Stellvertreterin. Alle drei nehmen die Wahl an.

Pause von 11.35 Uhr bis 11.55 Uhr

Fortsetzung TOP 2

c) Besuchergruppe für Gemeindekonvente

Vorgeschlagen sind: Harald Nolte (KKV), Ute Göpel, Martina Preiß, Heike Kuder, Karl-Heinz Bartnig, Petra Landefeld-Zbierski, Pfrin. Katrin Schröter, Pfrin. Sieglinde Repp-Jost
Der Dekan erläutert, dass das zwar mehr als die Mindestausstattung für diese Gruppe ist, aber wegen üblicher Terminschwierigkeiten ist das zu begrüßen.
Es gibt keine Einwände gegen eine offene Wahl.
Es wurden einstimmig gewählt: Harald Nolte (KKV), Ute Göpel, Martina Preiß, Heike Kuder, Karl-Heinz Bartnig, Petra Landefeld-Zbierski, Pfrin. Katrin Schröter, Pfrin. Sieglinde Repp-Jost
Alle Gewählten nehmen die Wahl an.

d) Kreisdiakonieausschuss

Vorgeschlagen sind: Pfrin. Andrea Kaiser, Klaus Fischbach, Waltraut Böttner, Gundula Kellermann, Christoph Dahl, Marlies Casselmann, Bettina Hesse
Anfrage Pfr. Bretschneider: Müssen die Ausschussmitglieder Mitglieder der Synode sein?
Antwort: Nein. Mehr als die Hälfte der Ausschussmitglieder muss der Synode angehören, die anderen sollten ehrenamtlich in der Diakonie engagiert sein.
Es gibt keine Einwände gegen eine offene Wahl.
Es wurden einstimmig gewählt bei einer Enthaltung: Pfrin. Andrea Kaiser, Klaus Fischbach, Waltraut Böttner, Gundula Kellermann, Christoph Dahl, Marlies Casselmann, Bettina Hesse. Alle Anwesenden unter den Gewählten nehmen die Wahl an.

Vorgeschlagen als Stellvertreter sind: Rolf Frodermann, Hanno Brandl, Ursula Nölker, Jutta Eichmann, Achim Bertram, Regina Günterod, Pfrin. Kaukemüller-Nohl
Es gibt keine Einwände gegen eine offene Wahl.
Es wurden einstimmig gewählt bei einer Enthaltung: Rolf Frodermann, Hanno Brandl, Ursula Nölker, Jutta Eichmann, Achim Bertram, Regina Günterod, Pfrin. Kaukemüller-Nohl. Alle Anwesenden unter den Gewählten nehmen die Wahl an.
Die Zuordnung der Stellvertreter wird im Ausschuss vorgenommen.

e) Bauausschuss

Vorgeschlagen sind: Arnd Brüssler, Rainer Köhler (Vockerode), Erwin Vock, Philipp Wangerow, Dirk Bachmann, Harald Montag, Pfr. Stefan Ander, Pfr. Harald Aschenbrenner, Pfr. Rainer Köhler (Bischhausen)
Auch hier sind mehr Vorschläge als die Mindestausstattung des Ausschusses vorhanden. Es kann aber nur von Vorteil sein. Ein Mitglied aus der Region Sontra fehlt, der KKV wird wenn möglich eine Person nachberufen.
Es gibt keine Einwände gegen eine offene Wahl.
Es wurden einstimmig gewählt bei einer Enthaltung: Arnd Brüssler, Rainer Köhler (Vockerode), Erwin Vock, Philipp Wangerow, Dirk Bachmann, Harald Montag, Pfr. Stefan Ander, Pfr. Harald Aschenbrenner, Pfr. Rainer Köhler (Bischhausen)
Alle Anwesenden unter den Gewählten nehmen die Wahl an.

f) Finanzausschuss

Vorgeschlagen sind: Helmut Sippel, Simone Friederich, Ulrich Bernhardt, Roland Führer, Peter Beutel, Pfr. Helge Hofmann
Es gibt keine Einwände gegen eine offene Wahl.
Es wurden einstimmig gewählt bei zwei Enthaltungen: Helmut Sippel, Simone Friederich, Ulrich Bernhardt, Roland Führer, Peter Beutel, Pfr. Helge Hofmann
Alle Anwesenden unter den Gewählten nehmen die Wahl an.

Eine Vertretung ist angedacht, (nicht personengebunden analog zum KKV), doch bedarf das zuvor einer Satzungsänderung. Bei der Satzungsänderung soll auch eingefügt werden, dass der Ausschuss aus mindestens fünf Personen besteht.

g) Verbindungsausschuss Landeskirchliche Gemeinschaft

Vorgeschlagen sind: Dekan Arnold, Harald Nolte, Birgit Deist
Es gibt keine Einwände gegen eine offene Wahl.
Es wurden einstimmig gewählt bei einer Enthaltung: Dekan Arnold, Harald Nolte, Birgit Deist
Alle drei nehmen die Wahl an.

Mittagspause 13.05 Uhr bis 13.45 Uhr

h) Zweckverbandsvorstand Kirchenkreisamt

Vorgeschlagen sind: Pfr. Stephan Bretschneider und Hans-Günter Ludwig
Es gibt keine Einwände gegen eine offene Wahl.
Es wurden einstimmig gewählt bei einer Enthaltung: Stephan Bretschneider und Hans-Günter Ludwig. Beide nehmen die Wahl an.

Vorgeschlagen als Stellvertreter sind: Roland Führer und Wolfgang Wagner
Es gibt keine Einwände gegen eine offene Wahl.
Es wurde einstimmig gewählt: Roland Führer als Stellvertreter für Pfr. Bretschneider und Wolfgang Wagner als Stellvertreter für Herrn Ludwig.
Beide nehmen die Wahl an.

i) Findungsausschuss für die Dekansberufung

Vorgeschlagen sind: Ute Göpel, Alfred Weber, Pfr. Martin Schacht, Pfrin. Andrea Kaiser. Es gibt keine Einwände gegen eine offene Wahl.
Es wurden einstimmig gewählt: Ute Göpel, Alfred Weber, Pfr. Martin Schacht, Pfrin. Andrea Kaiser. Alle vier nehmen die Wahl an.

j) Findungsausschuss für die Propstberufung

Vorgeschlagen sind: Hans-Günter Ludwig und Ute Göpel
Da es zwei Bewerber für einen Posten gibt, findet eine geheime Wahl statt. Vorher stellen sich beide Kandidaten kurz vor.
Von 81 abgegebenen Stimmen sind 79 gültig. Gewählt wurde Ute Göpel mit 42 Stimmen gegen Hans-Günter Ludwig mit 37 Stimmen. Sie nimmt die Wahl an.

k) Indien Partnerschaftskreis

S.u. TOP 6 Indienpartnerschaft

l) Vorstand der Stiftung Jugendarbeit

Vorgeschlagen sind: Pfrin. Rita Reinhardt, Pfr. Stefan Ander, Martin Füllgraf
Es gibt keine Einwände gegen eine offene Wahl.
Es wurden einstimmig gewählt: Pfrin. Rita Reinhardt, Pfr. Stefan Ander, Martin Füllgraf. Alle Anwesenden unter den Gewählten nehmen die Wahl an.

Neu m) Kirchenmusikalischer Ausschuss

Die Bestimmung einen solchen Ausschuss einzuführen ist recht neu aber sinnvoll. Seine Aufgaben bestehen vor allem in der Förderung der Kirchenmusik im Kirchenkreis. Darüber hinaus soll er den Rahmenplan Kirchenmusik fortschreiben und die Begleitung der Chöre und die Organistenausbildung koordinieren.
Vorgeschlagen sind: Susanne Voß, Andreas Batram, Oliver Pleyer, Pfr. Norbert Krause, Dr. Friedbert Ruff, Pfrin. Gudrun Kühnemuth
Es gibt keine Einwände gegen eine offene Wahl.
Es wurden einstimmig gewählt: Susanne Voß, Andreas Batram, Oliver Pleyer, Pfr. Norbert Krause, Dr. Friedbert Ruff, Pfrin. Gudrun Kühnemuth
Alle Anwesenden unter den Gewählten nehmen die Wahl an.

TOP 3: Energiesparfonds des Kirchenkreises

Energiesparen wird immer wichtiger. Es gibt einen Energiesparfonds der Landeskirche, über den 1-2 Projekte pro Kirchenkreis finanziert werden können. Allerdings ist dabei eine Voraussetzung, dass 50% der Kosten vor Ort aufgebracht werden.
Daher stellt Pfr. Beyer das Konzept eines Energiesparfonds des Kirchenkreises vor, der jährlich 30.000€ (aus der Sachkostenzuweisung) zur Verfügung stellt. Es werden kleine Bauvorhaben bis 10.000€ gefördert, die Bildung von Bauabschnitten ist möglich. In der Regel soll der Zuschuss 70% der Baukosten betragen.
Zuschussanträge sollen bis zum 1.5. eines Jahres gestellt werden. Den Anträgen ist eine Kostenermittlung einschließlich Finanzierungsplan und ggf. ein Energiegutachten beizufügen.
Über die Vergabe der Zuschüsse entscheidet der KKV unter Beteiligung der Umweltbeauftragten des Kirchenkreises.
Die Umweltbeauftragte, Pfrin. Heinlein begrüßt das Vorhaben, regt aber an, die Nachhaltigkeit stärker in den Blick zu nehmen. Dabei spricht sie regenerative Energieformen und energiearme Herstellung von Dämmstoffen als Beispiele an.
Nachfrage Herr Ludwig: Wie streng wird die Nachhaltigkeit bei der Förderung berücksichtigt? Hintergrund seiner Frage sei die Heizungserneuerung in Waldkappel.
Antwort: Bei zu vielen Anträgen könnte es ein Kriterium sein.
Nachfrage Herr Wagner: Die Nachhaltigkeit des Heizens mit Holz ist durchaus umstritten.
Nachfrage Pfr. Koch: Historische Bedingungen sind zu beachten. Er plädiert gegen weitere Einschränkungen.
Nachfrage Pfrin. Repp-Jost: Was sind die Grundlagen und die Kriterien für die Entscheidung? Wer beurteilt das?
Antwort Pfr. Beyer: Grundvoraussetzung ist i.d.R. ein Energiegutachten. Bei manchen Vorhaben ist die Energieersparnis aber auch ohne Gutachten offensichtlich. Nach Vorprüfung durch das Kirchenkreisamt entscheiden der Bauausschuss, die Umweltbeauftragte und der KKV.
Antwort Dekan: Wir befinden uns immer noch in einem Lernprozess. Bislang wurden mit den Sachkostenzuweisungen v.a. Notmaßnahmen gefördert. Wir müssen aber auch an Zukunftsfähigkeit und die Bewahrung der Schöpfung denken.
Anregung Pfrin. Heinlein: Lasst uns das Kriterium der Nachhaltigkeit mit in den Beschluss aufnehmen.
Antwort Dekan: Die Nachhaltigkeit ist ja Ziel des gesamten Fonds. Da erscheint eine extra Erwähnung unnötig. Zudem ist die Umweltbeauftragte ja mit in die Entscheidung eingebunden. Es ist auch ihre Verantwortung, dass dieses Kriterium nicht zu kurz kommt.
Nachfrage Pfr. Bretschneider: Können wir über diese Auslagerung aus der Sachkostenzuweisung vor dem Haushalt (TOP 5) entscheiden?
Antwort Fr. Dittrich: Es wäre besser das vorher zu entscheiden, weil es so im Haushalt bereits berücksichtigt ist. Um den Haushalt verabschieden zu können, muss also in diesem Punkt eine Entscheidung getroffen sein.
Nachfrage: Pfr. Ander: Was passiert, wenn eine Baumaßnahme durch Berücksichtigung der Nachhaltigkeit teurer als 10.000€ wird?
Antwort Beyer: Der Fonds ist für kleine Maßnahmen gedacht. Daher würde eine Förderung wegfallen. Dem kann man aber über die Einteilung in Bauabschnitte begegnen. Das ist auch haushaltsrechtlich nicht anders zu lösen.
Es werden keine Ergänzungsvorschläge eingebracht.
Der Energiesparfond - wie er in der Anlage beschrieben ist - wird zur Abstimmung gestellt und einstimmig bei einer Enthaltung angenommen.

TOP 4: Gründung der Stiftung Kirchenerhaltung und Wahl in den Vorstand

Die Synode hat bereits vor einem Jahr der Gründung einer Stiftung für die Kirchenerhaltung zugestimmt. Nun hat der Kirchenkreisvorstand eine Satzung ausgearbeitet. Dabei ist Ziel, mit den Erträgen die Eigeninitiative der Gemeinden zu stärken und zu belohnen. Anträge müssen jeweils bis zum 1.5. eingereicht werden (mit Projektbeschreibung, Kostenschätzung, angedachter Finanzierung und Ideen zur Spendeneinwerbung). Gefördert wird ein größeres oder mehrere kleine Projekte bis zu einem Gesamtrahmen von i.d.R. nicht mehr als 100.000€. Dabei werden die eingeworbenen Spenden (im Zeitraum 15.5.-30.11.) vom Fonds verdoppelt.
Zur Verfügung gestellt werden außer den Kapitalerträgen der Stiftung (ca. 5.500€ pro Jahr) auch die aus dem Baufonds des Kirchenkreises erwirtschafteten Zinsen. Dazu ist ein Beschluss der Synode nötig. Alle nicht zweckentsprechend ausgeschütteten Zinserträge werden dem Stiftungskapital zugeführt.
Nachfrage Pfr. Koch: Sind Kombinationen mit dem Kirchenerhaltungsfonds der Landeskirche möglich?
Antwort Dekan: Nein. Der Fonds auf Kreisebene ist dazu da ein weiteres Projekt fördern zu können. Außerdem geht es hier um kleinere Maßnahmen.
Nachfrage Pfr. Hofmann: Im § 2 der Satzung ist von Unterhaltung die Rede. Sollte dort nicht "bauliche" eingefügt werden, damit laufende Kosten ausgeschlossen werden.
Antwort Fr. Dittrich: Die laufenden Kosten werden als Bewirtschaftung bezeichnet, daher können sie nicht geltend gemacht werden. Der Vorstand wird das aber auch sicher mit Sinn und Verstand umsetzen.

Die "Verfassung des Kirchenerhaltungsfonds des Kirchenkreises Eschwege" wird wie in Anlage zur Abstimmung gestellt und einstimmig angenommen.
Der Präses bittet die Synode um Zustimmung, dass zusätzlich zu den Kapitalerträgen der Stiftung auch die aus dem Baufonds des Kirchenkreises erwirtschafteten Zinsen der Stiftung zur Verdopplung der eingeworbenen Spenden zur Verfügung gestellt werden. Die Synode stimmt dem einstimmig bei drei Enthaltungen zu.
Vorgeschlagen für den Sitz im Vorstand wird: Hedwig Siebert
Es gibt keine Einwände gegen eine offene Wahl.
Es wurde einstimmig gewählt: Hedwig Siebert. Sie nimmt die Wahl an.

TOP 5: Haushaltsplan 2008/2009

(Siehe Anlage)
Frau Dittrich stellt den Sachbuchteil 0 vor. Es gibt keine Rückfrage.
Der Sachbuchteil 0 im Haushaltsplan 2008/2009 wird einstimmig angenommen.
Frau Dittrich stellt den Sachbuchteil 1 vor. Es gibt keine Rückfrage.
Der Sachbuchteil 1 im Haushaltsplan 2008/2009 wird einstimmig angenommen.
Der Dekan bedankt sich beim Kirchenkreisamt, dass auch durch die umsichtige Finanzplanung dort die Erhaltung der Jugendarbeiterstellen möglich ist.
Frau Dittrich stellt den Sachbuchteil 2 vor. Es gibt keine Rückfrage.
Der Sachbuchteil 2 im Haushaltsplan 2008/2009 wird einstimmig angenommen.
Frau Dittrich stellt den Sachbuchteil 3 vor. Es gibt keine Rückfrage.
Der Sachbuchteil 3 im Haushaltsplan 2008/2009 wird einstimmig angenommen.
Frau Dittrich stellt den Sachbuchteil 4 vor. Es gibt keine Rückfrage.
Der Sachbuchteil 4 im Haushaltsplan 2008/2009 wird einstimmig angenommen.
Frau Dittrich stellt den Sachbuchteil 5 vor. Es gibt keine Rückfrage.
Der Sachbuchteil 5 im Haushaltsplan 2008/2009 wird einstimmig angenommen.

Frau Dittrich stellt den Sachbuchteil 7 vor.
Nachfrage Bretschneider: Wenn das Dekanat von nun an quasi als Pfarrhaus des Kirchenkreises behandelt wird, müsste darüber auch die Renovierungspauschale abgerechnet werden.
Antwort Frau Dittrich: Das ist richtig und soll im nächsten Doppelhaushalt auch so geregelt werden. Da es sich um eine Null-Summen-Stelle handelt, wird auf eine Neufassung im aktuellen Haushalt verzichtet.
Pfr. Hofmann weist darauf hin, dass es auch eine Neufassung des Haushalts der Stadtkirchengemeinde erfordern würde.
Antwort Dekan: Das Haus gehört weiter der Stadtkirchengemeinde, auch er bleibt dort weiter als Pfarrer verortet. Aber da seine direkte Arbeit in der Gemeinde (wegen der Vergrößerung des Kirchenkreises) zurückgefahren wurde, ist es nicht fair der Gemeinde weiterhin die Unterhaltung aufzuladen.
Nachfrage Pfr. Aschenbrenner: Ist es möglich, einen Posten einzurichten, um Gemeinden bei der Umsetzung von arbeitssicherheitlichen Maßnahmen zu unterstützen?
Antwort Dekan: Da ist die Kirchengemeinde zuständig. Wenn die Gemeinde die Maßnahmen nicht tragen kann, soll sie einen Antrag auf einen Zuschuss aus dem Baufonds des Kirchenkreises stellen. Anträge zur Bausicherheit wurden in der Vergangenheit stets genehmigt.
Ludger Arnold wendet sich an den Propst und bittet ihn, die Problematik in diesem Feld mit in die Kirchenleitung zu tragen. Vor allem der unverhältnismäßige Aufwand führt immer wieder zu Klagen.
Antwort Propst Kalden: Das Problem ist bekannt. Doch wenn etwas passiert, würde dem Sicherheitsbeauftragten Fahrlässigkeit vorgeworfen, wenn er nicht genau nachgehakt hätte. Und landeskirchenweit muss man sagen: es passiert einiges an Unfällen. In manchen Fällen ist auch erheblicher Nachholbedarf bei sichernden Maßnahmen deutlich zu sehen.
Frau Dittrich merkt an, dass dieses Verfahren mit dem Sicherheitsbeauftragten sehr viel Geld an Beiträgen einspart, was indirekt auch den Gemeinden zu Gute kommt.
Der Sachbuchteil 7 im Haushaltsplan 2008/2009 wird einstimmig angenommen.

Frau Dittrich stellt den Sachbuchteil 9 vor.
Nachfrage Pfrin. Repp-Jost: Bei der zweckgebundenen Zuweisung an Kirchengemeinden aus dem Baufonds (S. 23, Haushaltsstelle 7410) gibt es sehr große Unterschiede. Wieso?
Antwort Frau Dittrich: Unterschiede ergeben sich zum einen aus der Zuweisung an den Energiesparfonds, zum anderen wird die Rücklage als aufgefüllt betrachtet, so dass hier keine Gelder zugeführt werden.
Nachfrage Pfr. Bretschneider: Laut Haushaltsstelle 7420 auf S. 27 erwirtschaftet das Kirchenkreisamt Gewinn, doch wieso steigen die Kosten so?
Antwort Frau Dittrich: In 2008 ist der Überschuss aus 2006 bereits eingerechnet, das ist für 2009 noch nicht möglich. Wenn der Abschluss 2007 gemacht ist, wird sich das etwas angleichen. Bei einem eventuellen Nachtragshaushalt könnte das eingetragen werden. Die Zuweisung an das Kirchenkreisamt wird allerdings kleiner, Überschüsse wird es nicht immer geben, da auch die Personalkosten steigen und es kaum Refinanzierungsmöglichkeiten gibt. An einen Personalabbau denkt aber niemand.
Nachfrage Pf. Dühr: Unter der Ziffer 51 (S. 26) geht es um Zuschüsse für Kindertagesstätten. Da mit steigenden Kosten zu rechnen ist, könnte man den für 2008 geplanten Zuschuss nicht besser auf 2009 verschieben?
Antwort Frau Dittrich: Das ist haushaltstechnisch schwierig, da die Gelder 2008 übrig sind, man müsste sie erst in die Rücklage buchen und im Folgejahr dort wieder entnehmen. Wir wissen von einem konkreten und vorübergehenden Finanzbedarf in 2008, der besonders hoch ist. Wenn in 2009 Geld fehlt, ist ein Rückgriff auf die Rücklagen immer noch möglich.
Nachfrage Pfrin. Repp-Jost: Die Lohnkosten steigen. Können betroffene Kirchengemeinden Anträge stellen, dass ihnen diese Steigerungen ersetzt werden?
Antwort Frau Dittrich: Nein, das muss im Haushalt der Kirchengemeinde eingeplant werden.
Der Sachbuchteil 9 im Haushaltsplan 2008/2009 wird einstimmig angenommen.

Der gesamte Haushaltsplan wird wie in der Anlage vorgeschlagen zur Abstimmung gestellt und einstimmig angenommen. (siehe Anlage)

TOP 6: Informationen zu verschiedenen Fragen

Pilgern
Pfr. Gerland berichtet über die boomende Pilgerlandschaft auch bei uns im Kirchenkreis. Vor allem der Elisabeth-Pfad, der 60km durch unseren Kirchenkreis führt, zieht Pilger an und ein Abreißen der Gruppen und Einzelpersonen ist auch nach dem Elisabeth-Jahr nicht in Sicht. Die unerwartete Erfolgs- und Segensgeschichte betrifft Pilger und Gastgeber(-Gemeinden), die in einen fruchtbaren Austausch kommen.
Pfr. Gerland ruft das Angebot des Samstagspilgerns in Erinnerung. Er weist auf das Programm des Klosters und auf sein Buch "Meine Seele erhebt den Herrn" hin, außerdem gibt es Pilgerführer zum Elisabeth-Pfad.
Nachfrage Ludger Arnold: Gibt es Möglichkeiten der Vernetzung der Gastgebergemeinden im Kirchenkreis?
Antwort Pfr. Gerland: Ein solches Treffen für den gesamten Pilgerweg ist geplant. Je nach Resonanz dort, könnte er auch ein kirchenkreisinternes Austauschen koordinieren.

Kloster Germerode
Hans-Günter Ludwig berichtet über neue Entwicklungen im Kloster und in der Klostergesellschaft. Er kann eine gute Auslastung der Tagungs- und Bildungsstätte vermelden, auch die Angebote des Pfarrers für Meditation und geistliches Leben werden gut angenommen. Aktuell sind die Pläne für einen Ausbau der Tagungsstätte und die Ansiedlung von vier oder fünf Mitgliedern der evangelischen Kommunität Koinonia, mit der seit einigen Jahren gute Verbindungen bestehen. Herr Ludwig dankt für die Mittel, die der Kirchenkreis zur Verfügung stellt und lädt zu den Klostertagen z.B. am 9.3. oder am 25.5. ein, jeweils 14 bis 18 Uhr.
Propst Kalden erläutert, dass er Vorsitzender des Beirats der landeskirchlichen Pfarrstelle von Pfr. Gerland ist. Er dankt dem Verein und dessen Vorstand für die wichtige Arbeit. Auch er dankt dem Kirchenkreis für seine breite Unterstützung, regt aber eine weitere Unterstützung direkt durch die Gemeinden an.

Konfirmation ohne Alkohol
Harald Nolte berichtet über die Aktion. Er verteilt "Elternbriefe" zu dem Thema, die auch beim PTI in Kassel nachbestellt werden können. Es gibt auch Vorlagen für einen Konfirmanden-Tag und einen Elternabend. Im August soll es dazu einen Studientag geben.

Partnerschaft mit Estland
Pfr. Bretschneider berichtet ausführlich über Geschichte und Gegenwart der Partnerschaft mit der Propstei Valga in Estland. Besondere Erwähnung finden die gegenseitigen Besuche, die eine basisnahe Partnerschaft sicherstellen sollen. Es wird wohl nach den Sommerferien eine Gruppe aus Estland in den Kirchenkreis kommen, das geschieht aber etwas spontaner als bei uns. Auch ein kleiner Männerchor würde gerne kommen und einige Konzerte geben. Für einen Gegenbesuch im nächsten Jahr werden noch Ideen gesucht. Pfr. Bretschneider bietet sich an für Informationsveranstaltungen in die Gemeinden zu kommen, bei ihm ist auch umfangreiches Material erhältlich.
Die Synode ernennt Pfr. Bretschneider per Akklamation zum Beauftragten der Synode für die Partnerschaft nach Estland.

Partnerschaft mit Indien (auch TOP 2 k))
Pfr. Hocke berichtet, dass diese Partnerschaft sich in einem Neuanfang befindet. 30 Personen aus den Gemeinden bzw. Kirchspielen wurden als Beauftragte entsandt. Per Akklamation setzt die Synode den Partnerschaftsausschuss für Indien mit den Beauftragten und Pfr. Hocke ein. Der Ausschuss trifft sich am Freitag, den 14.03.08 um 19.30 Uhr in Waldkappel.

Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Mühlhausen
Pfr. Koch erinnert an den Partnerschaftsgottesdienst am 1. März (14 Uhr) in Ufhoven / Langensalza mit der dortigen evangelischen Grundschule.

Tag der offenen Kirche
Dekan Arnold informiert darüber, dass an Trinitatis (18.5.08) wieder ein Tag der offenen Kirche stattfindet, diesmal über die "Kirchen-Schätze" materieller und anderer Art. Es wird gebeten, die Schätze, die man vorstellen möchte bis zum 11.4. an das Dekanat zu übermitteln, damit ein Flyer erstellt werden kann.
Es wäre schön, wenn in jeder Kirche eine Ansprechperson und ein Informationstisch vorhanden wären. Dekan Arnold wirbt noch einmal dafür die Kirchen stets tagsüber geöffnet zu halten.

Öffentlichkeitsarbeit für meine Gemeinde
Dekan Arnold gibt Informationen über eine Fortbildungsveranstaltung zur Öffentlichkeitsarbeit, besonders zur Mitgestaltung der Kirchenkreishomepage.

Sendungen Rundfunk Meißner
Pfrin. Griesel informiert, dass die kirchlichen Sendungen von Radio Meißner in Zukunft auf der Kirchenkreishomepage als Podcast zur Verfügung stehen ( Kirchenkreis  Rundfunk Meißner  Downloads). Sie können online angehört oder auf den eigenen Rechner heruntergeladen werden.

Pfr. Mihr lädt ein zur Chagall-Ausstellung in der Neustädter Kirche vom 15.-29. April.

TOP 7: Verschiedenes

Die nächste Synode findet statt am 6.9.2008, der Ort steht noch nicht fest.

Präses Ludger Arnold bedankt sich für die Bewirtung in Ulfen und für alle die an der Synode vorbereitet und mitgeholfen haben. Er beschließt die Sitzung um 16.02 Uhr.

Gemeinsam wird noch "Komm Herr segne uns" gesungen.



Für die Richtigkeit:



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Pfr. Björn Kunstmann (Protokollant)





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Maria-Henrietta von Stryk (Protokollantin)
Die Synode hatte viele Wahlen durchzuführen

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