Aktuelles aus der Kreissynode

Evangelische Kreissynode Eschwege befürwortet neue Gottesdienstordnungen zur Bestattung

Sa 18.09.2004
Im Dorfgemeinschaftshaus in Oberhone beriet die Synode des Kirchenkreises Eschwege über eine neue Bestattungsagende in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Der Entwurf der Liturgischen Kammer der Landeskirche fand breite Zustimmung in der Synode. Pfarrerin Ulrike Laakmann aus Hofgeismar, die den Entwurf vorstellte, betonte, dass es nicht nur um die Beerdigung, sondern um einen Prozess gehe, der die Begleitung auf dem Weg des Abschiednehmens beinhalte vom Sterben im Krankenhaus oder Zuhause über die Bestattung bis hin zum Gedenken des Todes und bis zur Trauerarbeit. Der gesellschaftliche Wandel und die sehr unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen erforderten auch neue Formen des Gottesdienstes und der seelsorgerlichen Begleitung.

Ein weiteres Thema der Synode war die Strukturreform im Kirchenkreis. Sie sieht eine stärkere Zusammenarbeit der Kirchengemeinden und Kirchspiele in den Regionen des Kirchenkreises vor. Die Größe der Kreissynode soll auf 100 Mitglieder begrenzt werden. Der Dekan soll sich in Zukunft ganz auf seine Leitungsaufgaben konzentrieren und keinen eigenen Seelsorgebezirk mehr haben.

Die Synode beschloss ferner eine Initiative mit dem Ziel, die Mitglieder der Kirche zu stärken und neue Mitglieder zu gewinnen. Dazu sollen Netzwerkgruppen aus Kirchengemeinden, Einrichtungen und Einzelpersonen gebildet werden, die sich mit den Schwerpunkten "Alternative Gottesdienste feiern", "Die Präsenz in der Öffentlichkeit verbessern", "Kirchen öffnen und beleben", "Die Kommunikation innerhalb der Gemeinden stärken" und "Den Glauben ins Gespräch bringen" befassen.

Der Erste Kreisbeigeordnete Henry Thiele überbrachte die Grüße des Werra-Meißner-Kreises. Er ermutigte dazu, den demographischen Wandel nicht als Bedrohung, sondern als Gestaltungsaufgabe zu verstehen. Der katholische Pfarrer Mario Kawollek berichtete in seinem Grußwort von den Strukturveränderungen innerhalb der katholischen Kirche, die ebenfalls auf eine stärkere regionale Zusammenarbeit hinauslaufen. Superintendent Andreas Piontek vom Partnerkirchenkreis Mühlhausen erinnerte daran, dass Christen nicht "Problemdenker, sondern Chancendenker" seien und rief dazu auf, die Herkunft der Kirche zu bedenken und die Zukunft zu gestalten. Der Oberhoner Ortsvorsteher Klaus-Michael Otremba überbrachte die Grüße der Stadt und des Ortsbeirates und bedankte sich, dass die Evangelische Kirchengemeinde den Vereinen ihr Gemeindehaus zur Verfügung stellte, als das Dorfgemeinschaftshaus noch nicht zur Verfügung stand.

Pfarrerin Tanja Griesel stellte sich der Synode als neue Mitarbeiterin bei Rundfunk Meißner vor. Sie produziert wöchentliche Sendungen im Radio und will damit neue Wege zu den Menschen in der Region finden.

Die nächste Synode des Kirchenkreises Eschwege wird am 26. Februar 2005 in Röhrda stattfinden.
Ein schöner großer Raum - das DGH in OberhoneDer Kirchenkreisvorstand mit Pfarrerin Ulrike LaakmannDie Kaffeepause gibt Gelegenheit zu GesprächenSuperintendent Piontek aus Mühlhausen bei seinem GrußwortDer Erste Kreisbeigeordnete Henry Thiele überbringt Grüße des Werra-Meißner-Kreises
Pfarrer Mario Kawollek - Ökumene hat in der Synode TraditionOrtsvorsteher Klaus-Michael OtrembaKirche bei Runkfunk Meißner - Pfarrerin Tanja GrieselPfarrer Stephan Bretschneider erläutert die geplante StrukturreformPfarrer Christoph Dühr stellt die Aktion ''Mitglieder stärken und gewinnen'' vor
Kirche und Politik im Gespräch

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