Dekanat

Dekan

Der Dekan wird vom Bischof in sein Amt berufen. Er nimmt gemeinsam mit der Kreissynode und dem Kirchenkreisvorstand Leitungsaufgaben im Kirchenkreis wahr. Dazu gehören:

  • Repräsentanz und Vertretung des Kirchenkreises in der Öffentlichkeit
  • Entwicklung von Perspektiven für das kirchliche Leben
  • Leitung der Gemeinde- und Pfarrkonvente sowie der Pfarrkonferenzen
  • Dienstaufsicht über die Pfarrerinnen und Pfarrer sowie über weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kirchenkreis
  • Einführungen und Verabschiedungen von Pfarrerinnen und Pfarrern
  • Regelung der Vertretungen bei Krankheit und Vakanzen
  • Vorbereitung und Leitung der Sitzungen des Kirchenkreisvorstandes sowie Ausführung der Beschlüsse
  • Besuche in den Kirchengemeinden und Kirchenvorständen

Darüber hinaus ist der Dekan auch Pfarrer der Stadtkirchengemeinde Eschwege und Mitglied im dortigen Kirchenvorstand.

Kontakt

Dekan: - Leitung - Dr. Martin Arnold

37269 Eschwege
Goldbachstr. 12
Tel.: 05651/31562
Fax: 05651/76415
E-Mail: dekanat.esw@ekkw.de

Er ist gern zu Fuß unterwegs. "Im Laufen habe ich die besten Gedanken." Wann immer es möglich ist, verbindet er auch dienstliche Gespräche mit einem Spaziergang. Dies ist mehr als eine Äußerlichkeit. "Kirche muss in Bewegung sein. Sie hat eine bewegte Vergangenheit und muss beweglich sein auf dem Weg in die Zukunft." Eine biblische Schlüsselgeschichte ist für ihn die Erzählung von den beiden Jüngern auf dem Weg nach Emmaus, die unterwegs dem auferstandenen Christus begegnen (Lukas 24,13-35).

Seine Überzeugung fasst er in die Liedstrophe zusammen: "Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt! Er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land. Wer aufbricht, der kann hoffen / in Zeit und Ewigkeit. Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit." (Evangelisches Gesangbuch Nr.395 Vers 3)

Geboren und aufgewachsen in Birkenbringhausen bei Frankenberg (Eder). Aufgrund eines sehr interessanten Konfirmandenunterrichts und guter Erfahrungen in der kirchlichen Jugendarbeit Studium der evangelischen Theologie in Bielefeld-Bethel und Göttingen. 1980 bis 1984 Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Kommission zur Herausgabe der Werke Martin Luthers in Göttingen, gleichzeitig Arbeit an einer Dissertation über ein kirchengeschichtliches Thema ("Handwerker als theologische Schriftsteller. Studien zu Flugschriften der frühen Reformationszeit"). 1984 bis 1986 Vikariat in der evangelischen Emmaus-Gemeinde in Kassel.Am 20. April 1986 Ordination zum Pfarrer der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Von 1986 bis 1987 Pfarrer im Predigerseminar der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, dann bis zum 31.März 2000 Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Salmünster - Bad Soden. Von 1992 bis 2015 Mitglied der Theologischen Kammer der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Seit dem 01.04.2000 Dekan des Kirchenkreises Eschwege. Verheiratet mit Ulrike Arnold. Kinder Felix, Annegret, Friedemann und Simon.

Veröffentlichungen:

Bücher:
"Handwerker als theologische Schriftsteller. Studien zu Flugschriften der frühen Reformation (1523-1525)", Göttingen 1990 (Göttinger Theologische Arbeiten 42)

Alltag reformierter Kirchenleitung. Das Diensttagebuch des Eschweger Superintendenten Johannes Hütterodt (1599-1672). Hg. von Martin Arnold und Karl Kollmann. Marburg 2009 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 46, Kleine Schriften 10)

Kirche in der Region Werra-Meißner. Strukturen von den Anfängen bis zum Jahr 2014, Darmstadt 2014 (Quellen und Studien zur hessischen Kirchengeschichte 25)

Der Kirchenkreis Eschwege und der Nationalsozialismus. Einverständnis und Konfliktlinien zwischen Kirche, NSDAP und Staat, (Verlag Evangelischer Medienverband) Kassel 2016, 92 Seiten, ISBN 978-3-89477-890-3, 15€.

Aufsätze:
Zwischen Reform, Reformation und Gegenreformation. Die Herrschaft Salmünster im 16. Jahrhundert, in: ZHG 100 (1995), S.21-30

Die mauritianische Reform in Eschwege. Landesherrliche Konfessionspolitik und bürgerschaftlicher Widerstand, in: ZHG 111 (2006), S.63-84

Zauberei und Hexerei. Theologische, kirchliche und rechtliche Hintergründe des Eschweger Hexenprozesses von 1657, in: Eschweger Geschichtsblätter 19 (2008), S.31-42

Zwischen Zustimmung und Ernüchterung. Pfarrer Hermann Wepler und der Nationalsozialismus, in: Jahrbuch der Hessischen Kirchengeschichtlichen Vereinigung Bd. 61 (2010), S.291-314

Die Anfänge der Dorfschulen und des Elementarunterrichts in der Region Eschwege im 17. Jahrhundert, in: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde Bd. 115 (2010), S.137-151

Erhaltung und Nutzung von Kirchen im demografischen Umbruch - Der Evangelische Kirchenkreis Eschwege, in: Kirchen im Dorf lassen. Erhaltung und Nutzung von Kirchen im ländlichen Raum. Hg. von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, dem Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz und der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland. Rheinbach 2012 (Schriftenreihe des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz Bd. 81), S.40-45

Stadt und Kirche in Alsfeld am Vorabend der Reformation, in: Jahrbuch der Hessischen Kirchengeschichtlichen Vereinigung Bd. 63 (2012), S.107-118

Das Kirchenpatronat, in: Reiner Neuhaus: Glänzende Zeugnisse des Glaubens. Das evangelische Patronatssilber Hessens, o.O. 2013, S.13-20

Abterode - Wirkungsort von Burkhard Waldis, in: Stätten der Reformation in Hessen und Thüringen. Kulturelle Entdeckungen. Hg. von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, o.O. 2014, S.21f

Burkhard Waldis als theologischer Schriftsteller, in: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde Bd. 119 (2014), S.35-50

Vergebliche Bekehrungsversuche. Judenpredigten in Eschwege 1647-1652, in: Eschweger Geschichtsblätter 26 (2015), S.104-117

Die jüdische Gemeinschaft in Abterode. Von der Entstehung im 17. Jahrhundert bis zu ihrer Auslöschung im Jahr 1941, in: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde (ZHG) Band 121 (2016), S. 65-86

Lebenswege von Opfern der NS-"Euthanasie"-Verbrechen. Erste Ergebnisse einer Recherche über die Ermordung von Menschen mit geistigen und psychischen Behinderungen aus dem ehemaligen Landkreis Eschwege, in: Eschweger Geschichtsblätter 28 (2017), S.3-30

Rezensionen:

Toson, Bettina: Mittelalterliche Hospitäler in Hessen zwischen Schwalm, Eder und Fulda.
Marburg 2012 (Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte 164), in: Jahrbuch der Hessischen Kirchengeschichtlichen Vereinigung Bd. 64 (2013), S.35-36

-----------------------------------------------------------------------------------

Biographische Angaben
Dr. Martin Arnold, geboren 1955 in Birkenbringhausen bei Frankenberg / Eder. Verheiratet, vier Kinder. Pfarrer und Dekan des Evangelischen Kirchenkreises Eschwege. 1980 bis 1984 wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Kommission zur Herausgabe der Werke Martin Luthers in Göttingen. 1988 Promotion in Göttingen bei Bernd Moeller ("Handwerker als theologische Schriftsteller. Studien zu Flugschriften der frühen Reformation"). Von 1992 bis 2015 Mitglied der Theologischen Kammer der EKKW. Mitglied der Historischen Kommission des Landes Hessen.

E-Mail: martin.arnold@ekkw.de.



Dekanatsbüro
Ansprechpartnerinnen im Dekanatsbüro sind Christine Seip und Heike Linner. Das Dekanatsbüro ist montags bis donnerstags von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr und von 14.00 bis 16.00 Uhr besetzt, freitags von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr.

Kontakt: Christine Seip

Christine Seip37269 Eschwege
Goldbachstraße 12
Tel.: 05651-31562
Fax: 05651-76415
Mail: Christine.Seip@ekkw.de




Kontakt: Heike Linner

Heike Linner37269 Eschwege
Goldbachstraße 12
Tel.: 05651-31562
Fax: 05651-76415
Mail: Heike.Linner@ekkw.de