Kirchenkreis Eschwege

Im östlichen Nordhessen, angrenzend an Thüringen, im Land zwischen Werra und Meißner, liegt der evangelische Kirchenkreis Eschwege. Ihm gehören etwa 39.000 Christinnen und Christen an, die in 78 Kirchengemeinden leben. Die Stadtkirchengemeinde in Eschwege ist die größte Gemeinde mit 4.600 Gemeindegliedern, Thurnhosbach mit 45 Gemeindegliedern die kleinste Kirchengemeinde.
Hauptorte sind neben der alten Kreisstadt Eschwege die Orte Sontra, Reichensachsen, Wanfried, Waldkappel, Grebendorf, Niederhone und Herleshausen. Damit deckt sich das Gebiet des Kirchenkreises mit dem des Altkreises Eschwege.

Entstanden ist der Kirchenkreis Eschwege im Jahr 1924. Die Anfänge des Christentums im Eschweger Land liegen allerdings weit über tausend Jahre zurück. Die Geschichte der Kirchen erstreckt sich über einen Zeitraum von 800 Jahren und repräsentiert alle Baustile von der Romanik über die Gotik, den protestantischen Kirchenbau des Barock, des Klassizismus und der Neugotik bis hin zur Moderne. Eines der ältesten Zeugnisse christlicher Kultur ist das im 12.Jahrhundert entstandene Prämonstratenserkloster Germerode, in dem sich heute eine Tagungsstätte befindet mit einer Pfarrstelle für Meditation und geistliches Leben.

Der Kirchenkreis Eschwege gehört zur Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Das oberste Entscheidungsgremium des Kirchenkreises ist die Kreissynode, die mindestens zweimal jährlich tagt. Sie setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern aller Kirchengemeinden zusammen, die von den jeweiligen Kirchenvorständen entsandt werden, und weiteren berufenen Mitgliedern. Die Leitung des Kirchenkreises obliegt dem Kirchenkreisvorstand und dem Dekan. Das Amt des Dekans hat seit dem 1. April 2000 Dr. Martin Arnold inne.

Eine besondere Stärke der Kirche in unserer Region ist die umfangreiche diakonische Arbeit. Sie wird durch das Diakonische Werk und seine Beratungsstellen, durch die Gemeindepflege der Diakonie Eschwege-Witzenhausen, durch die Gemeindekrankenpflege Eschwege-Land, aber auch in großen Einrichtungen wahrgenommen. Dazu gehören die Werraland-Werkstätten, die Werkstatt für junge Menschen und „Aufwind“ (Verein für seelische Gesundheit).

Wichtige übergemeindliche kirchliche Einrichtungen sind ferner die Auch die werden durch den Kirchenkreis besonders gefördert.
Für die Verwaltung des Kirchenkreises und seiner Gemeinden ist das zuständig. Zu seinen Aufgaben zählen auch Verwaltungsgeschäfte für etliche Einrichtungen, z.B. die 12 Kindertagesstätten in kirchlicher Trägerschaft.